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Aktuelles2019-09-28T11:41:58+00:00

Lohtor-Bronzetafel hebt Recklinghäuser Denkmäler hervor

Foto: M. Wehling

Das Geheimnis der Motive der Bronztafel am Lohtor wird am 27. September unter großer Bürger-Beteiligung gelüftet.

Fotos: L. Nolte

„Weltrekordversuch“ im Dauervorlesen in der Stadtbibliothek

Gerne weisen wir Sie auf die 14. Auflage von „Recklinghausen leuchtet“ hin. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Märchen und Sagen“. Und wir sind zur Teilnahme an einem speziellen „WELTREKORDVERSUCH“ in der neuen Stadtbibliothek in der Altstadt aufgerufen:

Worum geht es?   Es geht um eine „Werbeaktion“ für das LESEN, für SAGEN und MÄRCHEN und unsere STADT RECKLINGHAUSEN

Von Dienstag, 15. Oktober, 17 Uhr bis zum 3. November 2019 sollen ununterbrochen Märchen und Sagen vorgelesen werden! Die aktuelle Bestmarke liegt bei 456 Stunden – eine Stunde mehr sollen die Recklinghäuserinnen und Recklinghäuser schaffen. Jeder Teilnehmer darf einmal vorlesen (in der Regel 30 Minuten) und muss mind. 18 Jahre alt sein. Jeder kann prinzipiell seinen Lieblingstext aussuchen. Die 1000 Recklinghäuserinnen und Recklinghäuser, die mitmachen, werden später in der Stadtbibliothek auf einer Weltrekordtafel mit ihrem Namen „verewigt“.

Unsere Idee als Verein für Orts- und Heimatkunde ist es, aus dem Buch unserer verstorbenen Vorstandskollegin Adelheid Kollmann vorzulesen, die sich mit den Sagen der Region beschäftigt hat.

Wenn Sie in unserem „Team“ mitmachen wollen und am 22. Oktober vormittags/mittags lesen wollen, nehmen Sie bitte schnell Kontakt auf mit unserem Vorstandsmitglied Richard Dellen (dellen@ibb-westfalen.de), Tel. 0172-7087473.

Wenn Sie am 31. Oktober in unserem Team vormittags/mittags lesen wollen, nehmen Sie bitte schnell Kontakt auf mit Hildegard Stein (hildegard.stein@web.de); Tel. 0172-2342626.

Um mit den Worten von Adelheid Kollmann zu sprechen, wünschen wir allen Lesern Bereicherung an Wissen und Erleben.

“ . . .  Sagen werden heute nicht nur von Kindern gelesen. Die Verfasserin hat die Erfahrung gemacht, dass auch jüngere und ältere Erwachsene den Erzählungen gerne zuhören.“ (Wilhelm Winkelmann)

Fahrradexkursion
Jahrhundertprojekt Emscher-Umbau

Im September 2018 wurde mit der Inbetriebnahme des AKE-Pumpwerkes Bottrop ein weiterer entscheidender Schritt beim Jahrhundertprojekt „Emscher-Umbau“ getan: Schmutzwasser wird demnächst in einem unterirdischen Kanal bis Bottrop geleitet. Damit kann an der südlichen Stadtgrenze die ehemalige „Kloake“ renaturiert werden, aber auch die nördlichen Zuflüsse auf dem Recklinghäuser Stadtgebiet, z.B. Breuskesbach, Hellbach und Suderwicher Bach.

Am 7. September nahmen 18 Interessierte an der Emscher-Fahrradexkursion mit Theo Kemper teil.

Foto: M. Wehling

Foto: M. Wehling

Die abwechslungsreiche Route eröffnet vielseitige Ausblicke auf die Landschaft der Region und den spannenden Prozess des Flussumbaus. So erfuhren die Teilnehmer vom Exkursionsleiter Theo Kemper wie die Emscher und ihre Zuflüsse ihre Gesichter wandeln. Aus der einst von Menschenhand begradigten, in Betonkorsetten verbannten Emscher und ihren Nebenläufen wird wieder ein Flusssystem ohne Abwasserbelastung. Das Schmutzwasser wird zukünftig in geschlossenen Kanälen abgeleitet, der Fluss und seine Nebenläufe werden Schritt für Schritt in naturnahe Gewässer umgebaut. Der Umbau eines so großen Flusssystems ist ein Generationenprojekt, bei dem es um erheblich mehr als die Verwandlung ehemaliger Meideräume in attraktive Erholungsgebiete geht.

Neue Denkmaltafel am Pfandhaus Schumachers angebracht

Der Verein für Orts- und Heimatkunde hat am 28. August, auf Initiative von Simone Schumachers, das heutige Pfandhaus mit in das Projekt „DENK-MAL“ aufgenommen, das die historische Bedeutung von denkmalgeschützten Gebäuden in Recklinghausen hervorhebt. Georg Möllers unterstreicht die tolle Leistung der Privatleute Schumachers, die eine große Verantwortung übernehmen, das denkmalgeschützte Gebäude zu pflegen.

Die neue Denkmaltafel ist installiert: (v.l.)  Theo Kemper,  Georg Möllers beide vom Vorstand des Vereins für Orts- und Heimatkunde sowie das Ehepaar Simone und Jürgen Schumachers.

Foto: privat

DENK-MAL Tafel Alte Post – Pfandhaus Schumachers

Neue Infotafel am Kirchplatz installiert

ARCHÄOLOGISCHE FUNDE 11. – 20. JAHRHUNDERT

Der Verein für Orts- und Heimatkunde hat am 4. Juli im Rahmen seiner „Aktion Denkmal“ in Kooperation mit der Stadt eine weitere Informationstafel installiert. An der Fassade des Anbaus des Ikonenmuseums erfahren Besucher alles Wesentliche über die archäologischen Funde, die im Rahmen der Ausgrabungen am Kirchplatz gemacht wurden.

„Es wurde unter anderem Keramik gefunden, die aus der Zeit 8. oder 9. Jahrhundert stammt“, erklärte Recklinghausens Bodendenkmalpfleger Arno Straßmann bei der Vorstellung der neuen Infotafel. Interessant ist das deshalb, weil die erste urkundliche Erwähnung „Ricoldinchusons“ auf das Jahr 1017 datiert ist. Im Klartext: Offenbar haben sich bereits 300 Jahre zuvor die ersten Menschen dort angesiedelt, wo nach dem Umbau ein Platz mit hoher Aufenthaltsqualität entstanden ist, der vor allem auch für Veranstaltungen genutzt wird.

Auf dem ehemaligen Parkplatz an der Johannes-Janssen-Straße wurde von Juni bis November 2013 eine umfangreiche archäologische Ausgrabung durchgeführt. Die Experten stießen auf Fundamente und Brunnen, die aus dem Mittelalter stammten. Freigelegt wurden Teile eines Grubenhauses, alte Pfahllöcher und Kellergewölbe.

Bei der Gestaltung des Kirchplatzes im Schatten von St. Peter wurden einige der Originalsteine aus den früheren Jahrhunderten verwendet. Sie markieren Grundrisse, Kellerfundamente und drei Steinbrunnen. So entsteht ein Eindruck von der mittelalterlichen Siedlung, die die Wiege des heutigen Recklinghausens ist. Deutliche Spuren fanden die Archäologen übrigens auf die beiden großen Stadtbrände in den Jahren 1469 und 1500. Ausgegraben wurden aber auch Murmeln, eine Panflöte und zahleiche Hinweise auf Tabakkonsum.

Die neue Infotafel am Kirchplatz stellten Theo Kemper, Jürgen Pohl, Arno Straßmann und Georg Möllers vom Vorstand des Vereins für Orts- und Heimatkunde vor.

Foto: Stadt RE

Infotafel Kirchplatz

Auf den Spuren unserer Demokratie

Auf eine 70jährige Phase des sozialen und wirtschaftlichen Aufstiegs, der freiheitlichen Demokratie und des Friedens kann unsere Republik zurückblicken. Beeindruckt zeigte sich eine Recklinghäuser Gruppe, die sich jetzt in Bonn auf die Spuren der Demokratie begaben. Die Exkursion von VHS und Verein für Orts- und Heimatkunde führte ins ehemalige Regierungsviertel, wo auch mit der Unterzeichnung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 das Fundament dazu gelegt wurde. Tagungsort war der spätere Sitz des Deutschen Bundestages. „Zentrales Besuchsziel war auch das Museum der Geschichte der Bundesrepublik – ein museales Highlight in unserem Land“, so Studienleiterin Sandra Hilse von der VHS. Eindrucksvoll auch die Begegnung mit der Gründergestalt Konrad Adenauer in seinem Rhöndorfer Haus: Im Mittelpunkt stehen hier der Kölner Oberbürgermeister, Kanzler und der große Europäer: „Die große Skulptur von Adenauer und Charles de Gaulle im Garten ist nach wie vor ein aktueller Aufruf zur europäischen Zusammenarbeit“, so Vereinsvorsitzender Georg Möllers.

Foto: M. Wehling

Teilnehmer an der Demokratie-Exkursion nach Bonn posieren vor dem ehem. Deutschen Bundestag in Bonn

Wenn Sie eine größe Darstellung der Fotos wünschen, klicken Sie bitte auf das entsprechende Bild.

Enthüllung einer weiteren Bronzeplatte am Steintor

Die Steintorplatte stellt die Recklinghäuser Bildungsgeschichte dar

Großen Anklang fand die Veranstaltung zur Einweihung der Bronzeplatte am Steintor. Damit wird das „Projekt Stadttore“ des Vereins für Orts- und Heimatkunde in Kooperation mit der Stadt Recklinghausen und dem Stadtmarketing weiterentwickelt. Großzügig unterstützt wird das Projekt von der Kulturstiftung der Stadtsparkasse Recklinghausen.

Genaue Betrachter werden exemplarische Darstellungen verschiedener Schulformen (Berufskolleg, Gesamtschule, Grundschule, Gymnasium) und die Westfälische Hochschule der Stadt Recklinghausen wiedererkennen. Die spannende Bildungsgeschichte zeigt Schüler verschiedener Jahrhunderte und die Entwicklung vom Abakus zum PC oder vom Lesepult zur Arbeit mit dem Reagenzglas. Die Themen werden jeweils in etwa chronologisch von links nach rechts erzählt.

Das gestalterische Konzept stammt aus der Feder des Recklinghäuser Designstudios „crosscreative“. Die Agentur hatte sich in einem vorgeschalteten Wettbewerb gegen Mitbewerber durchsetzen können.

Foto: M. Wehling

Bürgermeister Christoph Tesche und andere Beteiligte gaben am 23. Mai den Blick auf die Bronzeplatte frei.

Wer die Demokratie liebt, wird sie schützen

Bundespräsident a.D. Joachim Gauck in seiner Rede zum Ende seiner Amtszeit am 18. Januar 2017

Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz in Kraft; seit 70 Jahres können wir in Frieden und Freiheit in einem sozialen Rechtsstaat leben und den Schutz der Menschenrechte genießen. Nie zuvor hat es eine so ungewöhnlich glückliche Phase in der deutschen und europäischen Geschichte gegeben. Daran hat Bundespräsident a.D. Joachim Gauck bei der großen Demokratieveranstaltung mit über 600 Schülerinnen und Schülern am 21. Mai in der Christuskirche erinnert. Leitwort der Veranstaltung war ein Zitat aus der letzten Rede als Präsident:

Diese Bronzetafel vor dem Mahnmal an der Petruskirche wurde anschließend von ihm, Bürgermeister Christoph Tesche und Thomas Kaminski (Schmalkalden), Peter Borggraefe als Vertreter der Stadtplakettenträgerinnen und -träger und Vertretern des Kinder- und Jugendparlaments enthüllt. Unser Verein für Orts- und Heimatkunde hat dieses eindrucksvolle Zeichen organisatorisch unterstützt und die Tafel erstellen lassen.

Bei Beginn der Beratungen des Parlamentarischen Rates stellte „Die Neueste Zeitung“ am 25.09.1948 die „VÄTER DER VERFASSUNG“ mit Foto und einem Zitat vor. Neben Konrad Adenauer wurde unter diesen „Vätern“ auch Dr. Helene Weber, eine der vier „Mütter“ vorgestellt.

Dieses bemerkenswerte Zeitungsdokument können Sie – zusammen mit vielen anderen Dokumenten – in der Ausstellung im Institut für Stadtgeschichte – einsehen. Die Ausstellung zu den Gründungen von Weimarer und Bundes-Republik wurde vor zwei Wochen von Stadtarchivar Dr. Matthias Kordes eröffnet.
Gesehen haben das Dokument auch die Vereinsmitglieder, die in der vorigen Woche an der Exkursion von Verein und VHS ins sehenswerte Haus der Geschichte in Bonn und das Adenauerhaus in Rhöndorf teilnahmen. Dr. Helene Weber war übrigens schon Mitglied der Nationalversammlung gewesen, die 1919 die Weimarer Verfassung beschlossen. Dr. Weber wurde auf unserem Nordfriedhof beigesetzt.

36. Westfälischer Hansetag Warendorf

Recklinghäuser beim Westfälischen Hansetag

Gut vertreten war Recklinghausen beim diesjährigen Westfälischen Hansetag am 18./19. Mai in Warendorf. Zu den 40 Städten, die mit Informationsständen vertreten waren, gehörten aus dem Vest auch die Hansestädte Dorsten, Haltern und Recklinghausen. Mit den Stadtfahnen, den Rollups, dem Schmied und den hanseatisch gekleideten Kaufleuten Gerd Schenk und Rolf Rose war der Recklinghäuser Stand ein echter „Hingucker“ und fand großes Interesse. In den offiziellen Gremien war Recklinghausen mit Georg Gabriel, Georg Möllers und Jürgen Pohl gut vertreten. Das Angebot der Busexkursion unter Leitung von Klaus Burghardt und Hildegard Stein wurde von Vereinsmitgliedern und weiteren Interessenten wieder gerne angenommen. Warendorf hat mit 200 denkmalgeschützten Altstadtgebäuden viel zu bieten. Arno Straßmann führte sachkundig durch die Fachwerkstadt, bot Einblicke in die Wohnung des Stadttorschreibers und in das Armenviertel, die ausdrucksstarke Pfarrkirche St. Laurentius und die barrocke Franziskanerkirche.

Foto: C. u. M. Möllers

Projekt Hansestadt Recklinghausen

Hansemarkt in Dorsten

Am Samstag, 4. Mai 2019, fand im vestischen Dorsten, ebenfalls wie Recklinghausen Mitglied im Westfälischen Hansebund, so etwas wie eine „kleine Generalprobe“ statt. Beim dortigen Hansemarkt war auch Recklinghausen mit einem Stand passenderweise an der „Recklinghäuser Straße“ präsent – in friedlicher und unmittelbarer Nachbarschaft zum Stand des Vereins für Orts- und Heimatkunde Dorsten.

Recklinghausen zeigt Präsenz: Stadt, Gilde der Stadtführer und Verein für Orts- und Heimatkunde am 4. Mai beim Hansemarkt in Dorsten. Georg Möllers, Gerd Schenk und Michael Wehling mit Barbara Seppi von der Stadtinfo Dorsten

Bronzeplatte am Martinitor begeistert

Seit 02. April 2019 ist die Stadt Recklinghausen um eine kleine Attraktion reicher.

Für die Altstadt ist es mal wieder ein außergewöhnlicher Tag. Die zweite Bronzeplatte im Rahmen des „Projektes Stadttore“ wurde den zahlreich erschienenen Bürgern und Vereinsmitgliedern vorgestellt. Lädt die Platte am Viehtor in die „Hansestadt“ Recklinghausen ein, so die neue Platte am MARTINITOR in die „Ruhrfestspielstadt“. Die Initiative des Vereins für Orts- und Heimatkunde in Kooperation mit der Stadt Recklinghausen stellt diesmal die kulturelle Geschichte bzw. kulturelle Geschichten in den Vordergrund: Grundidee ist es überhaupt, die historische Altstadt als ein Alleinstellungsmerkmal Recklinghausens in das Bewusstsein zu rücken. Der 1,8 km lange Wallring markiert bis heute die Grenzen der befestigten mittelalterlichen Stadt. Ein Stück Stadtmauer blieb am Herzogswall erhalten. Die fünf Stadt-Tore fielen der Industrialisierung zum Opfer, behielten aber ihre namentliche Tradition. Daran knüpfen wir nun mit ihrer Markierung an und laden hier Einwohner und Gäste ein zum Besuch unserer „Guten Stube“.

Foto: M. Wehling

Das gestalterische Konzept stammt aus der Feder des Recklinghäuser Designstudios „crosscreative“. Die Agentur hatte sich in einem vorgeschalteten Wettbewerb gegen Mitbewerber durchsetzen können.

Die Bronzeplatten deuten nur ungefähr die Lage der Tore an, die insgesamt eine größere Fläche einnahmen. Die Themen werden jeweils in etwa chronologisch von links nach rechts erzählt. Die interessanten Beschreibungen der Motive und Informationen zu den technischen Daten enthält die Rubrik Projekte/ „Stadttore“

Stadterkundung im Hochlartal

Bei schönstem Frühlingswetter war das Interesse groß, die Bauernschaft in Alt-Hochlar zu erkunden. Rund 30 Vereinsmitglieder und Gäste wurden Ende März d. J. von Theo Kemper und Alfred Stemmler durch die geschichtsträchtige Bauernschaft geführt. Anlaß des 90minütigen Rundgangs war die Vorstellung der kurz zuvor installierten Haustafeln im Rahmen des Projekts „DENK-MAL“ am Hof Herms und am Brüggemannshof (Café Corner). Ergänzende Informationen hat Bauer Herms mit seiner Familie beigesteuert.  Der eigene Charakter des Ortsteils Alt-Hochlar und die interessanten Informationen der Führer haben die Veranstaltung zu einem gelungenen Nachmittag werden lassen.

(v.l.) Georg Möllers, Rudolf Herms, Stephanie Herms und Theo Kemper,  Foto: Medienhaus Bauer / J. Gutzeit

Infotafel Hof Herms
Infotafel Brüggemannshof

Alfred Stemmler führt durch die historische Bauernschaft in Hochlar

Neue Infotafel Brüggemannshof (Café Corner)

Blick in das Hofbuch Herms mit Eintragungen um 1744

Tafel an der Pauluskirche

Am Sonntag, den 27. Januar 2019 wurde die neueste Tafel unseres Projekts DENK-MAL an der Pforte der Pauluskirche im Paulusviertel angebracht. Sie stellt einerseits einen der formenreinsten Sakralbauten dar, die von dem Recklinghäuser Kirchenarchitekten Franz Lohmann entworfene neuromanische St. Paulus – Kirche.

Am Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus enthüllt, gedenkt die Tafel auch einer jungen Frau, die 1935 für einige Monate als jüdisches Kindermädchen bei der Familie Aron an der Paulusstraße arbeitete und 1942 aus dem Kloster in den Niederlanden, in das sie nach ihrer Konversion zum Christentum als Ordensfrau eingetreten war, nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde. Enthüllt wurde die Tafel deshalb nicht nur von Lutz Leffin (St. Paulus) und Georg Möllers (Verein), sondern auch von Schwester Christiane Humpert, die im Gottesdienst das Schicksal ihrer Mitschwester eindrucksvoll vorgestellt hatte.

Foto:  Luitgard Nolte

v. l.: Lutz Leffin (St. Paulus), Schwester Christiane Humpert und Georg Möllers (Verein)

Infotafel Pauluskirche

22 Meter Krippenwelt im Münsteraner Clemenshospital

Auch in diesem Jahr war die Krippenfahrt, die seit einigen Jahren traditionell vom Verein für Orts- und Heimatkunde angeboten wird, ausgebucht. 51 TeilnehmerInnen machten sich auf den Weg, um liebevoll aufgebaute Krippen in Münster zu besichtigen – jede anders, jede absolut sehenswert!

Foto: M. Wehling

Zehn Handwerker brauchen drei Tage, um die 22 Meter lange Krippe aufzubauen. Über der Krippe schwebt ein Sternenhimmel aus 400 kleinen und großen Lichtern – angelehnt an den Sternenhimmel, der zur Weihnachtszeit über Münster zu sehen ist. Das alles ist das Werk des 2004 verstorbenen Kapuzinerpaters Dr. Edilbert Schülli, der im Jahr 1986 mit dem Bau begonnen und bis zu seinem Lebensende jährlich neue Ideen daran verwirklicht hat.

Papst Franziskus als Hirte in der Herz-Jesu-Kirche

Facettenreich, ungewöhnlich, historisch geprägt ist die große Krippenlandschaft in der Herz-Jesus-Kirche an der Wollbecker Straße

Foto: M. Wehling

Leprosorium Kinderhaus: Gründung 1326

Foto: M. Wehling

Rund 5 km nördlich der Altstadt liegt das frühere Leprosenhaus Münsters: Kinderhaus. Schon die älteste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens aus dem Jahre 1332 steht in Zusammenhang mit diesem Heim für Leprakranke: „domus leprosorum dicte tor Kinderhus“, dies bedeutet: Haus der Leprosen genannt zu Kinderhaus. Der Name bezieht sich auf „die armen Kinder Gottes“, wie die Leprosen im Mittelalter auch genannt wurden. Damals war die Lepra in Mitteleuropa weit verbreitet. In Kinderhaus wurden die leprakranken Bürger der Stadt Münster isoliert und von den Gesunden abgesondert. Hier erhielten sie Nahrung, aber auch geistliche Betreuung.

Neue Infotafel am Viehtor

Infotafel Viehtor zur Erläuterung der Bodenplatte

Am Viehtor konnte jetzt die Informationstafel mit den Erläuterungen zu unseren Bodenplatten aufgestellt werden.

Zudem begrüßt der letzte Viehhirte, dessen Tätigkeit das Tor seinen Namen verdankt, nun die Besucher der Stadt. Die Originalskulptur wurde im Jahr der 750-Jahr-Feier der Stadtrechte 1986 vom damaligen Verkehrs- und Verschönerungsverein Altstadt neben der Gustav-Adolf-Kirche errichtet.

Vestischer Kalender 2019 erschienen

Die 90. Ausgabe dieser beliebten Publikation mit Beiträgen aus Literatur, Geschichte, Biographischem, Leben und Arbeit im vestischen Raum mit einer ansprechenden Bebilderung ist im Buchhandel für 19,90 Euro erhältlich.

Vereinsmitglieder erhalten den Vestischen Kalender zum Sonderpreis von 14,- Euro ab sofort in der Geschäftsstelle!

Herausgeber: Rita Maria Schütz, Stephan Schütz, Schützdruck GmbH

ISSN: 0938-8745

WEITERE INFOS BEI Schütz-Druck

Heimatverein stellt bemerkenswertes Buch vor

Mit einer Buch-Präsentation in der Buchhandlung Winkelmann und beim traditionellen Abschlussabend mit Grünkohlessen im Paulushaus schloss der Verein Ende November ein ereignisreiches Jahr ab.

Seit vielen Jahren ist das Interesse an den Friedhofsführungen gewachsen. Jetzt wurde vom Verein ein Buch über die „Stätten des Friedens und der Menschlichkeitpubliziert. Auf 110 Seiten und mit über 200 Fotos stellen Georg Möllers und Jürgen Pohl die kommunalen, katholischen und den jüdischen Friedhof in Recklinghausen unter unterschiedlichen Perspektiven vor: als Ausdrucksformen persönlicher Trauer und des Wandels der gesellschaftlichen Anschauungen, in der Symbolik und den Beerdigungsritualen der drei monotheistischen Religionen, als Lesebücher der Stadt- und Weltgeschichte und unter ökologischen und künstlerischen Perspektiven.

Das Buch ist ab sofort im Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-938850-21-3

Foto: Medienhaus Bauer / Silvia Seimetz

Die Autoren Jürgen Pohl, Georg Möllers und Verleger Rolf Winkelmann (v.l.) stellen das Buch über die Recklinghäuser Friedhöfe vor.

zu den PUBLIKATIONEN

Erinnerung an Friedensnobelpreisträger

Briand und Stresemann geehrt

Der Volkstrauertag 2018 – 100 Jahr nach Ende des Ersten Weltkriegs – stand unter dem Zeichen der deutsch-französischen Aussöhnung. 2014 hatten die Stadtarchive der Partnerstädte Douai und Recklinghausen mit einer ausdrucksstarken Ausstellung des Ausbruchs dieses „Großen Krieges“ gedacht, bei dem Douai drei Jahre von deutschen Truppen besetzt war. Nun war Bürgermeister Frederic Chereau mit einer Abordnung von Kriegsveteranen des Zweiten Weltkriegs einer Einladung von Bürgermeister Christoph Tesche nach Recklinghausen gefolgt. Der Teilnahme an der zentralen Gedenkfeier am Lohtor-Mahnmal mit der Predigt von Propst Jürgen Quante folgte der Besuch der Gedenkfeier am Stresemannplatz in Suderwich, wo in einer beeindruckenden Zeremonie eine Gedenktafel enthüllt wurde. Die Initiative dazu war vom Verein für Orts- und Heimatkunde und dem Verkehrsverein Suderwich-Essel ausgegangen: Am Mahnmal der Kriegsopfer sollte in deutscher und französischer Sprache an die Friedens- und Versöhnungsbemühungen der Außenminister Aristide Briand und Gustav Stresemann erinnert werden. Beide waren dafür 1926 mit dem Friedensnobelpreis geehrt worden. Ihr Engagement, an das die Gedenkplatte erinnert, ist ein bleibenden Mahnruf:

„FRIEDE – PAX – PAIX“!

Foto:  Stadt Recklinghausen

Die Bürgermeister Frederic Chereau (Douai) und Christoph Tesche enthüllen die Gedenktafel, die in deutscher und französicher Sprache an die Friedens- und Versöhnungsbemühungen der Außenminister Aristide Briand und Gustav Stresemann erinnert.

Beeindruckende Vorträge von Prof. Herfried Münkler

Bei zwei beeindruckenden Vorträgen über den „Dreißigjährigen Krieg“ fand Prof. Münkler ein interessiertes Publikum abends im Rathaus und von Schülerinnen und Schülern in der Aula des Petrinum. Der bekannte Politikwissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin und Autor des Buches „Der Dreissigjährige Krieg, Europäische Katastrophe, Deutsches Trauma 1618 -1648“ sprach vor voll besetzten Sälen über die Ursachen, die langfristigen Folgen und die Bedeutung dieses Krieges für unsere Zeit. Noch heute gilt „Dreißigjähriger Krieg“ als Metapher für die Schrecken des Krieges schlechthin, dauerte es doch Jahrzehnte, bis sich Deutschland von den Verwüstungen erholte. Dabei wurde aus einer symbolischen Protestaktion Adeliger gegen die Statthalter des Kaisers in Prag 1618 ein Flächenbrand, der erste im vollen Sinne „europäische Krieg“. Fesselnd erzählte Herfried Münkler von den Ursachen, den divergierenden Interessen und stellt sich der Frage, warum dieser Krieg solange dauerte. Sein Ergebnis: Es war die unheilvolle Mischung eines Verfassungskonflikts im Reich, Machtinteressen verschiedener Fürsten, Konfessionskrieg und Machtkampf europäischer Staaten, der Krieg immer wieder entfachte, wenn ein Konflikt einer Lösung nahe schien. Insofern erscheint er den Kriegen des 21. Jahrhunderts verwandt: Terrorismus, wie auch immer ideologisch begründet, Cyberwar, Drohnenstrategie, religiös begründeter Fanatismus, Kampf um Rohstoffe etc.. Die Veranstalter, VHS, Verein für Orts- und Heimatkunde waren hochzufrieden mit den Vorträgen.

Foto:  Jürgen Pohl

Am 15./16. Nov. 2018 referierte Herfried Münkler, deutscher Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Politische Theorie und Ideengeschichte, im Ratssaal bzw. in der Aula des Petrinum über den „Dreissigjährigen Krieg“.

Heinrich Bone - Pädagoge, Publizist, Petriner - ein Gelehrtenleben

Einer bemerkenswerten Biographie hat sich das Gymnasium Petrinum gestellt. Heinrich Bone, der 15. Abiturient (1831) und spätere Schulleiter, gehörte zu den besonders wirkungsvollen Gelehrten des 19. Jahrhunderts. Eine Ausstellung, die am 13. Oktober in der Gymnasialkirche eröffnet wurde, ist während „ Recklinghausen leuchtet“ zu sehen. Zeitgleich wurde eine lesenswerte Aufsatzsammlung vorgestellt. Die 17 Beiträge wurden vom Kollegium des Petrinum und Mitgliedern des Vereins für Orts- und Heimatkunde verfasst. Die Präsentation erfolgte vor einhundert Interessierten durch Michael Rembiak, Georg Möllers und Dr. Marco Zerwas. Vorgestellt wird der Petriner, der Autor bahnbrechender Lehrwerke für die Gymnasien, der Lyriker und der Redner. Einen weiteren Schwerpunkt bietet sein erfolgreiches Kirchenliedwerk „Cantate“, dessen Lieder bis heute in katholischen und evangelischen Liederbüchern vertreten sind.
Das Buch über Heinrich Bone ist zum Preis von 12,50 Euro im Buchhandel erhältlich.

Tagesfahrt nach Corvey - UNESCO Welterbe und zum Kopten-Kloster in Brenkhausen

Am Samstag, 6. Oktober brechen 50 Mitglieder und Interessierte zu einer Tagesexpedition nach Corvey und Brenkhausen auf.

Die ehemalige Benediktinerabtei Corvey ist am 21. Juni 2014 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet worden. Als Welterbestätte trägt Corvey den offiziellen Titel „Das Karolingische Westwerk und die Civitas Corvey“. Zwei exzellente Gästeführer spannen für uns einen eleganten Bogen über die Epochenpfeiler der Reichsabtei Corvey bis zum heutigen Wohnsitz der Herzöge von Ratibor.  Wir erleben 1200 Jahre Zeitgeschichte in Zeitraffer.

Foto: Schroer

Barocke Pracht auf karolingischen Fundamenten
Die Abteikirche St. Stephanus und Vitus Corvey

Foto: Schroer

Johanneschor, Blick auf die Kaiserlaube

Im Innern des Schlosses sind neben dem prächtigen Kaisersaal die historischen Prunk- und Wohnräume aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu besichtigen. Die Fürstliche Bibliothek bewahrt in 15 Sälen, ausgestattet mit prachtvollen Bücherschränken des Spätklassizismus und des Biedermeier, ca. 75.000 Bände auf. Sie zählt zu den bedeutendsten noch existierenden Privatbibliotheken Deutschlands. Auf dem angrenzenden Friedhof befindet sich das Grab des Corveyer Bibliothekars und Dichters der Deutschen Nationalhymne, Hoffmann von Fallersleben.

Foto: Schroer

Ehemaliges Arbeitszimmer von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben im Kloster Corvey

Bischof Anba Damian heißt uns im Kopten-Kloster Brenkhausen herzlich willkommen.

Die Kopten sind die ursprünglichen Christen Ägyptens und führen ihre Gründung auf den Hl. Apostel und Evangelisten Markus ins 1. Jh. zurück. Seit 1993 gibt es eine koptische Gemeinde in Höxter-Brenkhausen, die das ehemalige Zisterzienserinnen- bzw. Benediktinerinnen-Kloster erworben hat und unter der Leitung von S.E. Bischof Anba Damian seitdem liebevoll und fachkundig nach den Standards der Denkmalbehörde saniert und renoviert.

Foto: Schroer

Alter Bau ganz neu - Rundgang durch das sanierte Rathaus

Foto: Stadt Recklinghausen

Gotisierendes Rippengewölbe

Foto: Stadt Recklinghausen

Sinnspruch am Treppenaufgang zum 2. Stock

Der Einladung zu einem Rundgang durch das alte, neue Rathaus sind viele Vereinsmitglieder und weitere Recklinghäuser Bürger gefolgt. Dem traditionsreichen Gebäude, mit großem Aufwand von Grund auf technisch erneuert und restauriert, sieht man die Auffrischung kaum an.

Während des Rundgangs spannte Georg Möllers den Bogen von den Anfängen des 1908 bezogenen Rathauses über die prachtvollen Details des Gebäudes bis hin zu den geschichtlichen Zusammenhängen.

Foto: M. Wehling

Stolz stellt der Sachgebietsleiter und Standesbeamte Martin Groll das neue „Trauzimmer“ mit der wirkungsvollen dekorativen Rathaus-Silhouette vor.

3. Süder Sofa - Geschichten rund ums Thema Kohle in Recklinghausen Süd

Im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung der Süder Werbe- und Interessengemeinschaft (SWIG) und der ISG Bochumer Straße mit dem Verein für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen nahmen die Beteiligten den Abschied vom Bergbau zum Anlass, das Thema „Kohleabbau im Ruhrgebiet“ in einem Podiumsgespräch rückblickend zu beleuchten. Moderator Stefan Prott führte Gespräche mit drei Experten, die das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln behandelten.

So unterhielt Kumpel Johann Beckmann das Publikum in seiner süffisianten Art mit Erfahrungsberichten, Erinnerungen und kuriosen Geschichten aus seiner langjährigen Praxis als König-Ludwig-Handwerker. Dabei konnte er auch auf die Aussagen und Berichte seiner Kumpel unter Tage zurückgreifen. Bei den Zuhörern löste das häufig ein Schmunzeln, Lachen und Staunen aus.

Susanne Abeck lenkte als Historikerin die Aufmerksamkeit der Besucher auf die Rolle der Frauen während der Bergbaugeschichte. Sie kam dabei zu dem Schluss, dass die Frauen das „ökonomische Rückrat“ dieser Erfolgsgeschichte bildeten. Dabei kam zum Ausdruck, wie schwer es die Frauen bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts hatten. „Kinder, Küche, Kohle; sie haben alles aufgefangen.“ Dabei zitierte sie aus gesammelten Geschichten von Menschen, die mit dem Bergbau zu tun hatten.

Mit Blick auf die Ruhrfestspielstadt beschäftigte sich Jürgen Pohl, zweiter Vorsitzender des Vereins für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen, mit den Anfängen des hiesigen Bergbaus und den Rahmenbedingungen und Folgen der rasanten Entwicklung seit 1870. Migration, städtebauliche Herausforderungen und der rasante Einwohnerzuwachs waren wichtige Aspekte der Nordwanderung des Bergbaus nach Recklinghausen. Mit Erstaunen vernahmen viele Zuhörer im Publikum: „In nur einer Generation hat sich die Recklinghäuser Bevölkerung versechsfacht. Das ist weltgeschichtlich einmalig.“

Foto:  M. Wehling

v. l. Moderator Stefan Prott sprach auf dem roten Süder Sofa mit Susanne Abeck, Johann Beckmann und Jürgen Pohl. Begleitet wurde der Abend von der Süder Sängerin Nina Hahn.

Neue Erinnerungstafel auf dem evangelischen Friedhof an der Halterner Straße
erweitert das Geschichtsbuch der Stadt

Der alte evangelische Friedhof an der Halterner Straße, 1903 eingeweiht, ist heute eine grüne Oase und Ruhepol für die Bürger der Stadt. Mehrere Gräberfelder dokumentieren die Kriegsereignisse und machen das Areal zu einem spannenden Spiegel der Stadtgeschichte.

Mit einer neuen und aussagekräftigen Erinnerungstafel am alten „Pfarrhäuschen“ am Eingang haben der Verein für Orts- und Heimatkunde, die Volkshochschule und das Institut für Kirchliche Zeitgeschichte des evangelischen Kirchenkreises das „Geschichtsbuch der Stadt“ jetzt im Rahmen des Projektes „DENK-Mal“ bereichert. Der Verein für Orts-  und Heimatkunde bietet regelmäßig Friedhofsbegehungen an. Die Ankündigungen und Termine können der örtlichen Presse entnommen werden.

Medienhaus-Bauer / Foto:  KLEINE

v. l. Theo Kemper, Jürgen Pohl und Georg Möllers vom Verein für Orts- und Heimatkunde sowie Dr. Albrecht Geck (2. v. l.) vom Institut für kirchliche Zeitgeschichte im ev. Kirchenkreis stellen die neue Infotafel vor.

Projekt Historische Friedhöfe
Erinnerungstafel Friedhof an der Halterner Str.

Vier zusätzliche Stolpersteine in Recklinghausen verlegt

Auf der Grundlage eines Ratsbeschlusses der Stadt Recklinghausen zur Gedenkkultur und in Verbindung mit unserem „Online-Gedenkbuch“, einem der wichtigsten Projekte des Vereins für Orts- und Heimatkunde, werden jährlich Opferbiographien ausgewählt. Im Stadtgebiet werden möglichst am Wohnort der Opfer „Stolpersteine“ verlegt, die mit Namen und Lebensdaten an das Schicksal der Opfer erinnern.

Am 14. September 2018 hat die diesjährige Verlegung von vier „Stolpersteinen“ unter der Beteiligung von SchülerInnen des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs und der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, Betroffenen, Vertretern der jüdischen Gemeinde und Vertretern des Rates der Stadt Recklinghausen stattgefunden.

c: medienhaus-bauer.de / Foto: BALINT

Verlegung der Stolpersteine vor dem Seniorenzentrum Grullbad

Vor dem Seniorenzentrum Grullbad an der Hochstraße wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde an die letzten drei jüdischen Menschen erinnert, die aus Recklinghausen deportiert wurden. Eva Pander und Helene und Elfriede Sternberg waren bei der Deportation im Januar 1942 in das städtische Haus verbracht und dort isoliert worden. Nur die Vorsehungsschwestern, die damals im Auftrag der Stadt die Einrichtung leiteten, hatten Kontakt zu ihnen, bis sie im Juli 1942 in das KZ Theresienstadt verschleppt wurden.

Foto: KUHLKE

Am Gertrudisplatz wurde ein Stein zur Erinnerung an Maria Elisabeth Cohaupt, ein Opfer der sogenannten „Euthanasieaktion“, verlegt. Ihrer Ermordung in Weilmünster im März 1944 gingen Verlegungen in mehrere Einrichtungen voraus, die den Angehörigen den Kontakt zu diesen Patientinnen erschwerten, ehe sie von ihrem Tod erfuhren.

Die Biographien sind im Gedenkbuch „Opfer und Stätten der Herrschaft, Verfolgung und des Widerstandes“ nachzulesen:  www.recklinghausen.de/gedenkbuch

Beteiligung am Hansetag 2018 in Haselünne

Beim Westfälischen Hansetag in Haselünne am 08./09.09.2018 war Recklinghausen wieder mit einem großen Stand und dem Imkerehepaar Keinhörster vertreten. In vielen interessanten Gesprächen mit Besuchern kam neben Aspekten der Stadtgeschichte die Präsentation der Stadt Recklinghausen mit ihrer attraktiven Altstadt nicht zu kurz.

Repräsentanten am Stand der Recklinghäuser beim Hansetag 2018 in Haselünne:

v. l. Katrin Kiesel (Stadtmarketing), Georg Möllers (Verein für Orts- und Heimatkunde VOH), Jens Keinhörster (Imker), Michael Wehling (VOH), Georg  Gabriel (Leiter Stadtmarketing), Jürgen Pohl (VOH), sitzend Zarah Keinhörster

Projekt Hansestadt Recklinghausen

Neuer Stadtplan erschienen

Ein neuer Stadtplan mit einem besonderen Layout ist erschienen.  Erstmalig in einem praktischen Umschlag werden das Straßenverzeichnis und weitere Informationen über Recklinghausen und seine Geschichte separat in einem Begleitheft veröffentlicht. Das Werk entstand in Kooperation der Geoinformatiker der Stadt mit dem Verein für Orts- und Heimatkunde und dem Stadtarchiv.

Ein besonderer „Hingucker“ ist auch die Rückseite des farbigen Kartenwerks ist eine Auswahl von Bildern und Texten zur 1000-jährigen Recklinghäuser Stadtgeschichte. So gibt es unter anderem Kurztexte zur Kaiserurkunde von 1017, zur  Stadtmauer (1344), zur Belagerung von 1584, zu St. Peter und zur Gastkirche. Darüber hinaus sind das Stadtwappen, die Erweiterung Recklinghausens um neue Stadtteile, die Ruhrfestspiele und „Recklinghausen leuchtet“ Themen.

Der Stadtplan im Maßstab 1:15.000 ist ab sofort im Bürgerbüro im Stadthaus A und in der Abteilung Vermessung im Technischen Rathaus, Westring 51, Raum 413 (montags von 8 bis 13 Uhr sowie donnerstags von 8 bis 18 Uhr). Der Preis beträgt  fünf Euro. Unter www.recklinghausen.de ist eine Vorschau abrufbar.

Pressefoto Stadtplan

Foto: Stellten den neuen Stadtplan vor (v.l.n.r.): Stadtarchivar Dr. Matthias Kordes, Georg Möllers (Verein für Orts- und Heimatkunde), Frank Petri  (Abt. Geoinformationssysteme, Rudolf Terschek (Fachbereichsleiter Ingenieurswesen) und Jürgen Pohl (Verein).

Brüderlichkeit 2018

Die bundesweite Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit fand in diesem Jahr in Recklinghausen statt. Die zentralen Veranstaltungen in Synagoge, Christuskirche, St. Peter und Ruhrfestspielhaus wurden und werden in diesem Jahr mit zahlreichen Vorträgen, Ausstellungen, Konzerten begleitet.

Der Verein für Orts- und Heimatkunde führte am 10. März die auswärtigen Besucher auf einer Stadterkundung auf die „Spuren der Jüdischen Gemeinde“. Die Führung durch Georg Möllers und die anschließende Präsentation des Online-Gedenkbuchs durch Jürgen Pohl stießen auf großes Interesse. Auch Maria Jepsen, 1992-2010 evangelisch-lutherische Landesbischöfin in Hamburg, zeigte sich positiv überrascht über die Intensität der Recklinghäuser Gedenkkultur.

Wegen des großen Interesses wird die Stadterkundung im 2. Halbjahr wiederholt. Vermutlich am 9. November 2018.

Am 17. Mai um 16 Uhr beginnt am Haupteingang des Nordfriedhofs in Kooperation mit der VHS eine Führung zum Thema „Krieg und Frieden“ auf dem Friedhofsgelände.

Brüderlichkeit 2018

Foto: Vor dem Haus der Familie Markus, Steinstraße (Foto: U. Hempel)

„Stadtführer“ für Recklinghausen

Wer einen Überblick über die Stadt mit ihren interessanten Ortsteilen sucht, kann zu einer Neuerscheinung auf dem Recklinghäuser Büchermarkt greifen:

Das 100 Seiten umfassende, mit Farbfotos aufgelockerte Buch spiegelt selbst ein Stück Stadtgeschichte wider. 1986, als Recklinghausen die 750-Jahr-Feier der Stadtrechte feierte, veröffentlichte Kurt Siekmann den „Kleinen Stadtführer“. Nun haben Georg Möllers und Jürgen Pohl, Vorsitzende des Vereins für Orts- und Heimatkunde mit dem Winkelmann-Verlag den „publizistischen Stab“ angenommen und mit einer neuen Publikation im Jahr der 1000-Jahr-Feier der Ersterwähnung von Ricoldinchuson weitergetragen. Beibehalten wurde das praktische Pocket-Format.

Georg Möllers/Jürgen Pohl/Kurt Siekmann, Stadtführer, Recklinghausen 2017, Rudolf Winkelmann-Verlag, ISBN 978-3-938850-18-3

Buchpräsentation Stadtführer

Foto: Buchpräsentation mit Drucker Klaus Schütz, Jürgen Pohl, Georg Möllers, Verleger Rudolf Winkelmann  (Foto: Medienhaus Bauer)

Vestischer Kalender 2018 erschienen

Ein absolutes MUSS für die Leserinnen im Vest Recklinghausen: Die neuste Ausgabe –der 89. Jahrgang seit 1923 – bietet wieder eine bunte Vielfalt aus Kultur, Geschichte, Natur, Lyrik aus der Region. Die Vielfalt der Beiträge aus den Städten des Vestes Recklinghausen, die Qualität der Autorinnen und Autoren und eine ansprechende Vielfalt an Fotos versprechen ein uneingeschränktes Lesevergnügen.