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Mit der Nordwanderung des Ruhrbergbaus setzte eine umfangreiche Zuwanderung aus den preußischen Ostprovinzen ein. Am Vorabend des Ersten Weltkriegs lebten über 500.000 Einwanderer, die später als „Ruhrpolen“ bekannt wurden, im Ruhrgebiets Viele stellten Bergwerken im Vest Recklinghausen über die Hälfte der Zechen-Belegschaft. Der Vortrag beleuchtet den Einfluss der Einwanderung auf die politischen Konfliktlinien zwischen 1890 und 1912. In dieser Phase stieg die Sozialdemokratie zu einer zentralen politischen Kraft auf, stand jedoch in Konkurrenz um zur sogenannten „Polenpartei“. Auf Grundlage einer umfangreichen Sammlung von Daten zeigt dieser Vortrag, wie Einwanderung den Aufstieg der Parteien begünstigte. Es wird deutlich, dass sich hinter dem Sammelbegriff „Ruhrpolen“ eine Vielfalt kultureller Identitäten verbarg, die sich in erheblichen Unterschieden im Wahlverhalten
niederschlug.

Ort: Institut für Stadtgeschichte
Zeit: Mittwoch, 25.11.2026, 18.00 Uhr
Referent: Nils Blossey

Eine Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte. Anmeldung bitte unter: stadtgeschichte@recklinghausen.de