Der Tunnel Hoheward - Besichtigung des Betriebsgeländes der Fa. Eiffage Rail in Wanne

Exkursion zur Eisenbahngeschichte

Foto:  G. Möllers

Foto: M. Wehling

Anstelle unserer themenbezogenen Fahrradtour haben wir am 16.09. im Rahmen einer Exkursion den Tunnel Hoheward und das Betriebsgelände der Firma Eiffage Rail in Wanne unter Leitung von Prof. Dr. Richard Dellen besichtigt. Am Nordportal des Tunnels Hoheward informierte Herr Dellen über den Bau und die Besonderheiten des markanten Bauwerks an der ehehmaligen Zechenbahn “Schlägel und Eisen”. Anschließend machte sich die 15köpfige Gruppe auf den Weg zur Firma Eiffage Rail in Wanne. Eiffage Rail zählt zu den traditionsreichsten Unternehmen im Eisenbahninfrastrukturbau. Dipl.-Ing. Sascha Frölich berichtet über Großbauvorhaben und neueste Entwicklungen in dieser Bausparte und ließ dabei die aktuelle Marktlage nicht außer Acht. Die Besichtigung der Werkstatt mit den beeindruckenden Spezialfahrzeugen imponierte den Teilnehmern. Die Einladung zum Austausch bei Grillwürstchen und Bier wurde gerne angenommen.

Denkmal-Tafel auf dem ehem. Evangelischen Friedhof erinnert an die Bombenopfer

Gestern konnten wir bei freundlichem Wetter die Führung über dem ehem. Evangelischen Friedhof an der Halterner Straße durchführen. Dabei wurde auch unsere neueste DENK-MAL-Tafel offiziell eröffnet. Sie erinnert andie Opfer des schweren Bombenangriffs auf das Nordviertel am 23. März 1945, eines der schrecklichen Ergebnisse des Krieges, der am 1. September mit dem Überfall auf Polen begann. Wenn Sie den Eingang an der Otto-Burrmeister-Allee nutzen, liegen die Grabstellen mit der Gedenktafel sofort im ersten Weg links. Abgebildet ist die neue Tafel auch in unserer Publikation „Die vorderste Linie der Heimatfront. Recklinghausen im 2. Weltkrieg“ und wie alle Tafeln des Projekt DENK-MAL auf unserer Homepage.

DENK-MAL Tafel ehem. Evangelischer Friedhof an der Halterner Str.

Abschluss unseres Stadttorprojekts

Fotos: Stadt Recklinghausen

     Zum Öffnen bitte den Flyer anklicken

Zum Abschluss des Projekts  “Präsentation der fünf Stadttore”  konnten am 14. August die Informationen über die abgebildeten historischen Themen vorgestellt werden. Bürgermeister Christoph Tesche, Georg Gabriel (Stadtmarketing), Dirk van Buer (Kulturstiftung der Sparkasse) und unser Vorsitzender Georg Möllers trafen sich am Lohtor. Dort präsentierten sie die neu gestalteten Informationstafeln sowie den Flyer “Die fünf Stadttore”.

Weitere Informationen zu den Stadttoren finden sich in der Rubrik Projekt Stadttore

Nordfriedhof erhält beachtenswerte Infotafel

Der Verein für Orts- und Heimatkunde eröffnete am 3. Juni 2020 im Haupteingang des Nordfriedhofs das neueste DENK-MAL-Projekt. Alle Friedhofsbesucher und Interessierte können sich nun über die Geschichte des Friedhofs, wichtige Grabfelder und Gräber von Persönlichkeiten sowie die jeweiligen Standorte informieren.

Die neue Denkmaltafel ist installiert: (v.l.) Sandra Pawlowski, Stadt RE, Jürgen Pohl, Georg Möllers und Theo Kemper vom Vorstand des Vereins für Orts- und Heimatkunde.

Foto: RZ Philippos Tsolakidis

DENK-MAL Tafel Nordfriedhof

Recklinghausen erwacht aus dem "Corona-Koma"

Erste Veranstaltungen finden wieder statt

Wir freuen uns, dass die Veranstaltungen unseres Vereins ab Mitte Juni wieder stattfinden können.
Die Stadtteilerkundung “Nordviertel – westlicher Teil” am 21. Juni 2020 und die Ökologische Exkursion “Älter als manches Haus” am 27. Juni 2020 werden durchgeführt. Die Vereinsmitglieder werden in Kürze per Mail-Infobrief informiert. Die Stadtführer sorgen vor Ort für Bedingungen, die dem Infektionsschutz genügen.

Stand: 1. Juni 2020

"Die vorderste Linie der Heimatfront"

Recklinghausen im 2. Weltkrieg

Pünktlich zum 75. Jahrestag des Endes des 2. Weltkriegs ist eine Broschüre erschienen, die die Folgen des Krieges für die Bürger Recklinghausens dokumentiert. Entstanden ist ein spannendes Buch, das einen eindrucksvollen Einblick gibt, wie die RecklinghäuserInnen den 2. Weltkrieg erlebt und wie sie unter ihm gelitten haben. Erinnert sei zum Beispiel an die massiven Luftangriffe auf das Nordviertel.

Die Publikation erschien in Kooperation von Verein für Orts- und Heimatkunde und Stadt Recklinghausen, die es in der Reihe “Bildungsbausteine” publizierte. Erhältlich ist die Broschüre in der Geschäftsstelle des Vereins im Institut für Stadtgeschichte, Hohenzollernstr. 12. Unter unserer Rubrik “Publikationen” können Sie die Ausgabe auch als PDF-Datei downloaden. Die PDF-Datei finden Sie auch im Internetauftritt der Stadt Recklinghausen unter:

https://www.recklinghausen.de/Inhalte/Startseite/Ruhrfestspiele_Kultur/Gedenkbuch/Staetten_der_Herrschaft/index.asp

(Kapitel. 3.21)

Foto: Stadt Recklinghausen

Präsentation der Broschüre (v.l.n.r.) : Jürgen Pohl (VOH), Bürgermeister Christoph Tesche, Georg Möllers (VOH) und Beigeordneter Dr. Sebastian Sanders

ZU DEN PUBLIKATIONEN



„Schönstes Rathaus in NRW“ steht in Recklinghausen


Erstmalig wurde der Wettbewerb “Schönstes Rathaus in NRW” vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung anlässlich des Internationalen Tags der Demokratie ins Leben gerufen.

Recklinghausen hat sich gegen 73 andere Städte durchgesetzt.

“Ausführliche Informationen zum Rathaus Finden Sie auf der nachfolgenden Verlinkung“

Geschichte des Recklinghäuser Rathauses

Video: privat

Fahren Sie mit dem Mauszeiger über das Video, um den Ton mittels Lautsprechersymbol unten rechts einzuschalten.

Krippenfahrt Januar 2020: Zu Besuch bei den Franziskanern

Mit der schon traditionellen “Krippenfahrt” begann das Jahresprogramm 2020 des Vereins für Orts-  und Heimatkunde. Erstes Ziel unter Leitung von Gerd Schenk und Hildegard Stein war das Franziskanerkloster in Dortmund, wo sich Bruder Klaus Albers als sachkundiger Begleiter erwies. Der gebürtige Recklinghäuser wirkte als letzter Franziskaner im Kloster Stuckenbusch.

Im Refektorium des Klosters beeindruckte die Darstellung einer Krippe mit Figuren aus rustikal gebeiztem Kiefernholz, einfach geschnitzt und dabei auf das Wesentliche konzentriert. In der großen Klosterkirche dominierten elf bewegliche Eichenholzfiguren des Franziskanerkünstlers Gandulf Stumpe den gesamten Chorraum, darunter typisch für Krippen der Franziskaner, auch die Gestalt des Hl. Franziskus.

Nach dem Mittagessen ging die Fahrt weiter nach Werl. Dort führte Alfred Stemmler durch die Propsteikirche St. Walburga, deren Krippenszenerie wöchentlich vom 1. Advent bis 2. Februar verändert wird. Danach konnte der Wallfahrtsleiter Domkapitular Dr. Gerhard Best in der Basilika Mariä Heimsuchung eine große Krippe präsentieren, deren ausdrucksstarke Figuren individuell Skepsis, Staunen oder auch Glauben zum Ausdruck bringen.

Im benachbarten “Forum der Völker” wurde die Gruppe vom Pater Reinhard Kellerhoff erwartet. Der Gründer der großen volkskundlichen Sammlung  hat nicht weniger als 600 Krippendarstellungen aus aller Welt zusammen getragen. Die Teilnehmer der Fahrt staunten,  wie bei jeder  Krippe  versucht wurde, jeweils die Botschaft der Menschwerdung Gottes in den eigenen Kulturkreis zu übersetzen. So konnte man die landestypischen Tiere, aber auch Straßenkinder, Kranke und Behinderte sehen, aus Materialien gefertigt, die  zur Verfügung standen.

Foto: privat

Vor der Pfarr- und Klosterkirche St. Franziskus und St. Antonius Dortmund mit Br. Klaus (links mit dem roten Schal).

Bodenplatte am Kunibertitor eingeweiht - Li(e)benswertes Recklinghausen

Berufe stehen im Mittelpunkt

Das Geheimnis der Motive der Bronzetafel am Kunibertitor wurde am 18. Dezember unter großer Bürger-Beteiligung gelüftet.

„Auf den Bronzeplatten am Kunibertitor sind die Menschen und Berufe im Laufe der Jahrhunderte abgebildet“, erklärt der Erste Beigeordnete und Vorsitzende des Vereins, Georg Möllers. Nach bewährtem Prinzip ist von links nach rechts der Übergang von der Vergangenheit in die Gegenwart zu sehen – verbunden mit dem Thema „Arbeiten in Recklinghausen“. So sind der Bau der Stadtmauer und alte Berufe wie der des Bauern dargestellt. Die Recklinghäuser Gildensymbole wie Tuchhändler, Schneider, Schuster, Bauleute, Bäcker, Krämer oder Metzger sind mittig platziert. Die rechte Seite zeigt den Verlauf der Berufe im 19. Jahrhundert mit Feuerwehrleuten und Bergmännern bis in die heutige Zeit, in der sich KSR-MitarbeiterInnen, die Polizei, der Fassanstich sowie die Baustelle des Palais Vest wiederfinden.

Foto: Wehling

Bürgermeister Christoph Tesche (3.v.l.) mit Vertretern aus Verwaltung und Politik bei der Enthüllung der Bodenplatte.

Das gestalterische Konzept wurde von der Recklinghäuser Agentur crosscreative konzipiert und grafisch umgesetzt. Dabei wurden die aufwendig digital gezeichneten Gußmotive am Computer in feinen Flächen aufgebaut und über ein Belichtungsverfahren zu Gussformen verarbeitet.

Als Sponsor fungiert die Kulturstiftung der Stadtsparkasse Recklinghausen.

Vestischer Kalender 2020 rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest eingetroffen

Entdecken Sie die vielen kleinen und großen Ereignisse und Geschehen welche sich vor langer Zeit oder gerade erst gestern begeben haben. Tauchen Sie ein in wunderbare Texte zu

Aktuelles — Geschichte — Heimat — Kunst und Kultur — Literatur und Lyrik — Natur und Umwelt — Plattdeutsch und Sport

aus Ihrer Heimat. Lesen Sie Interessantes über die Anfänge der Ruhrfestspiele “Kunst für Kohle, den Flugplatz “Borkenberge”, des Handwerk der “Küfer”, die Landschaftsplanung “nach Berliner Art”…….

Das Team des “Vestischen Kalenders 2020“ wünscht Ihnen:

Viele schöne Stunden in einem gemütlichen Sessel

und dem Vestischen Kalender 2020 in der Hand.

Die 91. Ausgabe ist im Buchhandel für 19,95 Euro erhältlich. Vereinsmitglieder erhalten den Vestischen Kalender zum Sonderpreis von 14,- Euro ab sofort in der Geschäftsstelle!

Herausgeber: Rita Maria Schütz, Stephan Schütz, Schützdruck GmbH

ISSN: 0938-8745

WEITERE INFOS BEI Schütz-Druck

Informationstafel an der Stadtmauer im neuen Gewand

Das neue Schild soll dem Wetter länger trotzen

Am 31. Oktober weihten der Vorsitzende des Vereins für Orts- und Heimatkunde, Georg Möllers, gemeinsam mit Vereinsmitglied Theo Kemper und Birgit Ridderskamp von der RDN Agentur für Public Relations die neue Infotafel an der alten Stadtmauer ein. In die bisherige Tafel drang im Laufe der Zeit zwischen den Scheiben Feuchtigkeit ein und war daher kaum noch lesbar. Die neue Infotafel ist 8 mm dick, aus einem Stück Kunststoff gefertigt und ist mit einer “Anti-Graffiti-Folie” versehen.

„Die Passantinnen und Passanten erhalten hier nicht nur spannende Hintergrundinformationen über die Stadtmauer, sondern bekommen auch Informationen zu anderen Projekten des Vereins für Orts- und Heimatkunde geliefert, wie beispielsweise zu den Bronzeplatten des Projekts “Stadttore”. Die Recklinghäuser Stadtmauer erzählt eine spannende Geschichte. Detaillierte Einblicke gewährt die neue Informationstafel, die in der Nähe der Engelsburg am Herzogswall/Ecke Augustinessenstraße installiert wurde. Der Verein für Orts- und Heimatkunde, der im Rahmen des Projekts „Denk Mal“ verschiedene denkmalgeschützte Gebäude mit diesen Tafeln versieht, hat sich für die neue Infotafel stark gemacht.

Foto: Stadt Recklinghausen

Weihten die neue Infotafel ein:  (v.l.n.r.)  Theo Kemper, Mitglied des Vereins für Orts- und Heimatkunde, Birgit Ridderskamp von der RDN Agentur für Public Relations, und Georg Möllers, Vorsitzender des Vereins für Orts- und Heimatkunde.

Info-Tafel Stadtmauer

Stadterkundung
Nordfriedhof und Jüdischer Friedhof

Unsere Friedhöfe sind persönliche Orte der Erinnerung an geliebte Menschen und Ausdrucksformen unserer Einstellungen zum Tod. Sie sind damit dieses und mehr: Stätten des Friedens und der Nachdenklichkeit, Oasen künstlerischer und ökologischer Ausdrucksfomen. Hier spiegelt sich die Geschichte unserer Stadt und ihrer Menschen wider – glückliche und erbarmungslose Zeiten – das ganze Leben.

Trotz regnerischen Wetters nahmen am Sonntag, 6. Oktober 2019,  ca. 25 Interessierte an unserer Stadterkundung „Stätten des Friedens und der Menschlichkeit“ über den Nordfriedhof und den Jüdischen Friedhof teil.

Foto: M. Wehling

Entsetzt waren alle über den Versuch, am Feiertag Jom Kippur die Synagoge von Halle a. d. Saale zu stürmen. Der beiden Opfer des Anschlags wurde gedacht.

Lohtor-Bronzetafel hebt Recklinghäuser Denkmäler hervor

Das Geheimnis der Motive der Bronztafel am Lohtor wird am 27. September unter großer Bürger-Beteiligung gelüftet.

Foto: M. Wehling

Auf den fünf Silizium-Bronzeplatten sind Persönlichkeiten, Denkmäler und andere historische Motive abgebildet. Das gestalterische Konzept stammt aus der Feder des Recklinghäuser Designstudios „crosscreative“.

Die Platten deuten nur ungefähr die Lage der Tore an, die insgesamt eine größere Fläche einnahmen. Die Themen werden jeweils in etwa chronologisch von links nach rechts erzählt. Die Motive und Informationen zu den technischen Daten enthält die Rubrik Projekte/    „Stadttore“ 

„Weltrekordversuch“ im Dauervorlesen in der Stadtbibliothek

Gerne weisen wir Sie auf die 14. Auflage von „Recklinghausen leuchtet“ hin. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Märchen und Sagen“. Und wir sind zur Teilnahme an einem speziellen „WELTREKORDVERSUCH“ in der neuen Stadtbibliothek in der Altstadt aufgerufen:

Worum geht es?   Es geht um eine „Werbeaktion“ für das LESEN, für SAGEN und MÄRCHEN und unsere STADT RECKLINGHAUSEN

Von Dienstag, 15. Oktober, 17 Uhr bis zum 3. November 2019 sollen ununterbrochen Märchen und Sagen vorgelesen werden! Die aktuelle Bestmarke liegt bei 456 Stunden – eine Stunde mehr sollen die Recklinghäuserinnen und Recklinghäuser schaffen. Jeder Teilnehmer darf einmal vorlesen (in der Regel 30 Minuten) und muss mind. 18 Jahre alt sein. Jeder kann prinzipiell seinen Lieblingstext aussuchen. Die 1000 Recklinghäuserinnen und Recklinghäuser, die mitmachen, werden später in der Stadtbibliothek auf einer Weltrekordtafel mit ihrem Namen „verewigt“.

Unsere Idee als Verein für Orts- und Heimatkunde ist es, aus dem Buch unserer verstorbenen Vorstandskollegin Adelheid Kollmann vorzulesen, die sich mit den Sagen der Region beschäftigt hat.

Wenn Sie in unserem „Team“ mitmachen wollen und am 22. Oktober vormittags/mittags lesen wollen, nehmen Sie bitte schnell Kontakt auf mit unserem Vorstandsmitglied Richard Dellen (dellen@ibb-westfalen.de), Tel. 0172-7087473.

Wenn Sie am 31. Oktober in unserem Team vormittags/mittags lesen wollen, nehmen Sie bitte schnell Kontakt auf mit Hildegard Stein (hildegard.stein@web.de); Tel. 0172-2342626.

Um mit den Worten von Adelheid Kollmann zu sprechen, wünschen wir allen Lesern Bereicherung an Wissen und Erleben.

Fahrradexkursion
Jahrhundertprojekt Emscher-Umbau

Im September 2018 wurde mit der Inbetriebnahme des AKE-Pumpwerkes Bottrop ein weiterer entscheidender Schritt beim Jahrhundertprojekt „Emscher-Umbau“ getan: Schmutzwasser wird demnächst in einem unterirdischen Kanal bis Bottrop geleitet. Damit kann an der südlichen Stadtgrenze die ehemalige „Kloake“ renaturiert werden, aber auch die nördlichen Zuflüsse auf dem Recklinghäuser Stadtgebiet, z.B. Breuskesbach, Hellbach und Suderwicher Bach.

Am 7. September nahmen 18 Interessierte an der Emscher-Fahrradexkursion mit Theo Kemper teil.

Foto: M. Wehling

Foto: M. Wehling

Die abwechslungsreiche Route eröffnet vielseitige Ausblicke auf die Landschaft der Region und den spannenden Prozess des Flussumbaus. So erfuhren die Teilnehmer vom Exkursionsleiter Theo Kemper wie die Emscher und ihre Zuflüsse ihre Gesichter wandeln. Aus der einst von Menschenhand begradigten, in Betonkorsetten verbannten Emscher und ihren Nebenläufen wird wieder ein Flusssystem ohne Abwasserbelastung. Das Schmutzwasser wird zukünftig in geschlossenen Kanälen abgeleitet, der Fluss und seine Nebenläufe werden Schritt für Schritt in naturnahe Gewässer umgebaut. Der Umbau eines so großen Flusssystems ist ein Generationenprojekt, bei dem es um erheblich mehr als die Verwandlung ehemaliger Meideräume in attraktive Erholungsgebiete geht.

Neue Denkmaltafel am Pfandhaus Schumachers angebracht

Der Verein für Orts- und Heimatkunde hat am 28. August, auf Initiative von Simone Schumachers, das heutige Pfandhaus mit in das Projekt “DENK-MAL” aufgenommen, das die historische Bedeutung von denkmalgeschützten Gebäuden in Recklinghausen hervorhebt. Georg Möllers unterstreicht die tolle Leistung der Privatleute Schumachers, die eine große Verantwortung übernehmen, das denkmalgeschützte Gebäude zu pflegen.

Die neue Denkmaltafel ist installiert: (v.l.)  Theo Kemper,  Georg Möllers beide vom Vorstand des Vereins für Orts- und Heimatkunde sowie das Ehepaar Simone und Jürgen Schumachers.

Foto: privat

DENK-MAL Tafel Alte Post – Pfandhaus Schumachers

Neue Infotafel am Kirchplatz installiert

ARCHÄOLOGISCHE FUNDE 11. – 20. JAHRHUNDERT

Der Verein für Orts- und Heimatkunde hat am 4. Juli im Rahmen seiner „Aktion Denkmal“ in Kooperation mit der Stadt eine weitere Informationstafel installiert. An der Fassade des Anbaus des Ikonenmuseums erfahren Besucher alles Wesentliche über die archäologischen Funde, die im Rahmen der Ausgrabungen am Kirchplatz gemacht wurden.

„Es wurde unter anderem Keramik gefunden, die aus der Zeit 8. oder 9. Jahrhundert stammt“, erklärte Recklinghausens Bodendenkmalpfleger Arno Straßmann bei der Vorstellung der neuen Infotafel. Interessant ist das deshalb, weil die erste urkundliche Erwähnung „Ricoldinchusons“ auf das Jahr 1017 datiert ist. Im Klartext: Offenbar haben sich bereits 300 Jahre zuvor die ersten Menschen dort angesiedelt, wo nach dem Umbau ein Platz mit hoher Aufenthaltsqualität entstanden ist, der vor allem auch für Veranstaltungen genutzt wird.

Auf dem ehemaligen Parkplatz an der Johannes-Janssen-Straße wurde von Juni bis November 2013 eine umfangreiche archäologische Ausgrabung durchgeführt. Die Experten stießen auf Fundamente und Brunnen, die aus dem Mittelalter stammten. Freigelegt wurden Teile eines Grubenhauses, alte Pfahllöcher und Kellergewölbe.

Bei der Gestaltung des Kirchplatzes im Schatten von St. Peter wurden einige der Originalsteine aus den früheren Jahrhunderten verwendet. Sie markieren Grundrisse, Kellerfundamente und drei Steinbrunnen. So entsteht ein Eindruck von der mittelalterlichen Siedlung, die die Wiege des heutigen Recklinghausens ist. Deutliche Spuren fanden die Archäologen übrigens auf die beiden großen Stadtbrände in den Jahren 1469 und 1500. Ausgegraben wurden aber auch Murmeln, eine Panflöte und zahleiche Hinweise auf Tabakkonsum.

Die neue Infotafel am Kirchplatz stellten Theo Kemper, Jürgen Pohl, Arno Straßmann und Georg Möllers vom Vorstand des Vereins für Orts- und Heimatkunde vor.

Foto: Stadt RE

Infotafel Kirchplatz

Auf den Spuren unserer Demokratie

Auf eine 70jährige Phase des sozialen und wirtschaftlichen Aufstiegs, der freiheitlichen Demokratie und des Friedens kann unsere Republik zurückblicken. Beeindruckt zeigte sich eine Recklinghäuser Gruppe, die sich jetzt in Bonn auf die Spuren der Demokratie begaben. Die Exkursion von VHS und Verein für Orts- und Heimatkunde führte ins ehemalige Regierungsviertel, wo auch mit der Unterzeichnung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 das Fundament dazu gelegt wurde. Tagungsort war der spätere Sitz des Deutschen Bundestages. „Zentrales Besuchsziel war auch das Museum der Geschichte der Bundesrepublik – ein museales Highlight in unserem Land“, so Studienleiterin Sandra Hilse von der VHS. Eindrucksvoll auch die Begegnung mit der Gründergestalt Konrad Adenauer in seinem Rhöndorfer Haus: Im Mittelpunkt stehen hier der Kölner Oberbürgermeister, Kanzler und der große Europäer: „Die große Skulptur von Adenauer und Charles de Gaulle im Garten ist nach wie vor ein aktueller Aufruf zur europäischen Zusammenarbeit“, so Vereinsvorsitzender Georg Möllers.

Foto: M. Wehling

Teilnehmer an der Demokratie-Exkursion nach Bonn posieren vor dem ehem. Deutschen Bundestag in Bonn

Wenn Sie eine größe Darstellung der Fotos wünschen, klicken Sie bitte auf das entsprechende Bild.

Enthüllung einer weiteren Bronzeplatte am Steintor

Die Steintorplatte stellt die Recklinghäuser Bildungsgeschichte dar

Großen Anklang fand die Veranstaltung zur Einweihung der Bronzeplatte am Steintor. Damit wird das „Projekt Stadttore“ des Vereins für Orts- und Heimatkunde in Kooperation mit der Stadt Recklinghausen und dem Stadtmarketing weiterentwickelt. Großzügig unterstützt wird das Projekt von der Kulturstiftung der Stadtsparkasse Recklinghausen.

Genaue Betrachter werden exemplarische Darstellungen verschiedener Schulformen (Berufskolleg, Gesamtschule, Grundschule, Gymnasium) und die Westfälische Hochschule der Stadt Recklinghausen wiedererkennen. Die spannende Bildungsgeschichte zeigt Schüler verschiedener Jahrhunderte und die Entwicklung vom Abakus zum PC oder vom Lesepult zur Arbeit mit dem Reagenzglas. Die Themen werden jeweils in etwa chronologisch von links nach rechts erzählt.

Das gestalterische Konzept stammt aus der Feder des Recklinghäuser Designstudios „crosscreative“. Die Agentur hatte sich in einem vorgeschalteten Wettbewerb gegen Mitbewerber durchsetzen können.

Foto: M. Wehling

Bürgermeister Christoph Tesche und andere Beteiligte gaben am 23. Mai den Blick auf die Bronzeplatte frei.

Die Platten deuten nur ungefähr die Lage der Tore an, die insgesamt eine größere Fläche einnahmen. Die Themen werden jeweils in etwa chronologisch von links nach rechts erzählt. Die Motive und Informationen zu den technischen Daten enthält die Rubrik Projekte/    „Stadttore“ 

Wer die Demokratie liebt, wird sie schützen

Bundespräsident a.D. Joachim Gauck in seiner Rede zum Ende seiner Amtszeit am 18. Januar 2017

Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz in Kraft; seit 70 Jahres können wir in Frieden und Freiheit in einem sozialen Rechtsstaat leben und den Schutz der Menschenrechte genießen. Nie zuvor hat es eine so ungewöhnlich glückliche Phase in der deutschen und europäischen Geschichte gegeben. Daran hat Bundespräsident a.D. Joachim Gauck bei der großen Demokratieveranstaltung mit über 600 Schülerinnen und Schülern am 21. Mai in der Christuskirche erinnert. Leitwort der Veranstaltung war ein Zitat aus der letzten Rede als Präsident:

Diese Bronzetafel vor dem Mahnmal an der Petruskirche wurde anschließend von ihm, Bürgermeister Christoph Tesche und Thomas Kaminski (Schmalkalden), Peter Borggraefe als Vertreter der Stadtplakettenträgerinnen und -träger und Vertretern des Kinder- und Jugendparlaments enthüllt. Unser Verein für Orts- und Heimatkunde hat dieses eindrucksvolle Zeichen organisatorisch unterstützt und die Tafel erstellen lassen.

Bei Beginn der Beratungen des Parlamentarischen Rates stellte „Die Neueste Zeitung“ am 25.09.1948 die „VÄTER DER VERFASSUNG“ mit Foto und einem Zitat vor. Neben Konrad Adenauer wurde unter diesen „Vätern“ auch Dr. Helene Weber, eine der vier „Mütter“ vorgestellt.

Dieses bemerkenswerte Zeitungsdokument können Sie – zusammen mit vielen anderen Dokumenten – in der Ausstellung im Institut für Stadtgeschichte – einsehen. Die Ausstellung zu den Gründungen von Weimarer und Bundes-Republik wurde vor zwei Wochen von Stadtarchivar Dr. Matthias Kordes eröffnet.
Gesehen haben das Dokument auch die Vereinsmitglieder, die in der vorigen Woche an der Exkursion von Verein und VHS ins sehenswerte Haus der Geschichte in Bonn und das Adenauerhaus in Rhöndorf teilnahmen. Dr. Helene Weber war übrigens schon Mitglied der Nationalversammlung gewesen, die 1919 die Weimarer Verfassung beschlossen. Dr. Weber wurde auf unserem Nordfriedhof beigesetzt.

36. Westfälischer Hansetag Warendorf

Recklinghäuser beim Westfälischen Hansetag

Gut vertreten war Recklinghausen beim diesjährigen Westfälischen Hansetag am 18./19. Mai in Warendorf. Zu den 40 Städten, die mit Informationsständen vertreten waren, gehörten aus dem Vest auch die Hansestädte Dorsten, Haltern und Recklinghausen. Mit den Stadtfahnen, den Rollups, dem Schmied und den hanseatisch gekleideten Kaufleuten Gerd Schenk und Rolf Rose war der Recklinghäuser Stand ein echter “Hingucker” und fand großes Interesse. In den offiziellen Gremien war Recklinghausen mit Georg Gabriel, Georg Möllers und Jürgen Pohl gut vertreten. Das Angebot der Busexkursion unter Leitung von Klaus Burghardt und Hildegard Stein wurde von Vereinsmitgliedern und weiteren Interessenten wieder gerne angenommen. Warendorf hat mit 200 denkmalgeschützten Altstadtgebäuden viel zu bieten. Arno Straßmann führte sachkundig durch die Fachwerkstadt, bot Einblicke in die Wohnung des Stadttorschreibers und in das Armenviertel, die ausdrucksstarke Pfarrkirche St. Laurentius und die barrocke Franziskanerkirche.

Foto: C. u. M. Möllers

Projekt Hansestadt Recklinghausen

Hansemarkt in Dorsten

Am Samstag, 4. Mai 2019, fand im vestischen Dorsten, ebenfalls wie Recklinghausen Mitglied im Westfälischen Hansebund, so etwas wie eine „kleine Generalprobe“ statt. Beim dortigen Hansemarkt war auch Recklinghausen mit einem Stand passenderweise an der „Recklinghäuser Straße“ präsent – in friedlicher und unmittelbarer Nachbarschaft zum Stand des Vereins für Orts- und Heimatkunde Dorsten.

Recklinghausen zeigt Präsenz: Stadt, Gilde der Stadtführer und Verein für Orts- und Heimatkunde am 4. Mai beim Hansemarkt in Dorsten. Georg Möllers, Gerd Schenk und Michael Wehling mit Barbara Seppi von der Stadtinfo Dorsten

Bronzeplatte am Martinitor begeistert

Seit 02. April 2019 ist die Stadt Recklinghausen um eine kleine Attraktion reicher.

Für die Altstadt ist es mal wieder ein außergewöhnlicher Tag. Die zweite Bronzeplatte im Rahmen des “Projektes Stadttore” wurde den zahlreich erschienenen Bürgern und Vereinsmitgliedern vorgestellt. Lädt die Platte am Viehtor in die „Hansestadt“ Recklinghausen ein, so die neue Platte am MARTINITOR in die „Ruhrfestspielstadt“. Die Initiative des Vereins für Orts- und Heimatkunde in Kooperation mit der Stadt Recklinghausen stellt diesmal die kulturelle Geschichte bzw. kulturelle Geschichten in den Vordergrund: Grundidee ist es überhaupt, die historische Altstadt als ein Alleinstellungsmerkmal Recklinghausens in das Bewusstsein zu rücken. Der 1,8 km lange Wallring markiert bis heute die Grenzen der befestigten mittelalterlichen Stadt. Ein Stück Stadtmauer blieb am Herzogswall erhalten. Die fünf Stadt-Tore fielen der Industrialisierung zum Opfer, behielten aber ihre namentliche Tradition. Daran knüpfen wir nun mit ihrer Markierung an und laden hier Einwohner und Gäste ein zum Besuch unserer „Guten Stube“.

Foto: M. Wehling

Das gestalterische Konzept stammt aus der Feder des Recklinghäuser Designstudios „crosscreative“. Die Agentur hatte sich in einem vorgeschalteten Wettbewerb gegen Mitbewerber durchsetzen können.

Die Bronzeplatten deuten nur ungefähr die Lage der Tore an, die insgesamt eine größere Fläche einnahmen. Die Themen werden jeweils in etwa chronologisch von links nach rechts erzählt. Die interessanten Beschreibungen der Motive und Informationen zu den technischen Daten enthält die Rubrik Projekte/ „Stadttore“

Stadterkundung im Hochlartal

Bei schönstem Frühlingswetter war das Interesse groß, die Bauernschaft in Alt-Hochlar zu erkunden. Rund 30 Vereinsmitglieder und Gäste wurden Ende März d. J. von Theo Kemper und Alfred Stemmler durch die geschichtsträchtige Bauernschaft geführt. Anlaß des 90minütigen Rundgangs war die Vorstellung der kurz zuvor installierten Haustafeln im Rahmen des Projekts “DENK-MAL” am Hof Herms und am Brüggemannshof (Café Corner). Ergänzende Informationen hat Bauer Herms mit seiner Familie beigesteuert.  Der eigene Charakter des Ortsteils Alt-Hochlar und die interessanten Informationen der Führer haben die Veranstaltung zu einem gelungenen Nachmittag werden lassen.

(v.l.) Georg Möllers, Rudolf Herms, Stephanie Herms und Theo Kemper,  Foto: Medienhaus Bauer / J. Gutzeit

Infotafel Hof Herms
Infotafel Brüggemannshof

Alfred Stemmler führt durch die historische Bauernschaft in Hochlar

Neue Infotafel Brüggemannshof (Café Corner)

Blick in das Hofbuch Herms mit Eintragungen um 1744

Tafel an der Pauluskirche

Am Sonntag, den 27. Januar 2019 wurde die neueste Tafel unseres Projekts DENK-MAL an der Pforte der Pauluskirche im Paulusviertel angebracht. Sie stellt einerseits einen der formenreinsten Sakralbauten dar, die von dem Recklinghäuser Kirchenarchitekten Franz Lohmann entworfene neuromanische St. Paulus – Kirche.

Am Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus enthüllt, gedenkt die Tafel auch einer jungen Frau, die 1935 für einige Monate als jüdisches Kindermädchen bei der Familie Aron an der Paulusstraße arbeitete und 1942 aus dem Kloster in den Niederlanden, in das sie nach ihrer Konversion zum Christentum als Ordensfrau eingetreten war, nach Auschwitz deportiert und dort ermordet wurde. Enthüllt wurde die Tafel deshalb nicht nur von Lutz Leffin (St. Paulus) und Georg Möllers (Verein), sondern auch von Schwester Christiane Humpert, die im Gottesdienst das Schicksal ihrer Mitschwester eindrucksvoll vorgestellt hatte.

Foto:  Luitgard Nolte

v. l.: Lutz Leffin (St. Paulus), Schwester Christiane Humpert und Georg Möllers (Verein)

Infotafel Pauluskirche

22 Meter Krippenwelt im Münsteraner Clemenshospital

Auch in diesem Jahr war die Krippenfahrt, die seit einigen Jahren traditionell vom Verein für Orts- und Heimatkunde angeboten wird, ausgebucht. 51 TeilnehmerInnen machten sich auf den Weg, um liebevoll aufgebaute Krippen in Münster zu besichtigen – jede anders, jede absolut sehenswert!

Foto: M. Wehling

Zehn Handwerker brauchen drei Tage, um die 22 Meter lange Krippe aufzubauen. Über der Krippe schwebt ein Sternenhimmel aus 400 kleinen und großen Lichtern – angelehnt an den Sternenhimmel, der zur Weihnachtszeit über Münster zu sehen ist. Das alles ist das Werk des 2004 verstorbenen Kapuzinerpaters Dr. Edilbert Schülli, der im Jahr 1986 mit dem Bau begonnen und bis zu seinem Lebensende jährlich neue Ideen daran verwirklicht hat.

Papst Franziskus als Hirte in der Herz-Jesu-Kirche

Facettenreich, ungewöhnlich, historisch geprägt ist die große Krippenlandschaft in der Herz-Jesus-Kirche an der Wollbecker Straße

Foto: M. Wehling

Leprosorium Kinderhaus: Gründung 1326

Foto: M. Wehling

Rund 5 km nördlich der Altstadt liegt das frühere Leprosenhaus Münsters: Kinderhaus. Schon die älteste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens aus dem Jahre 1332 steht in Zusammenhang mit diesem Heim für Leprakranke: “domus leprosorum dicte tor Kinderhus”, dies bedeutet: Haus der Leprosen genannt zu Kinderhaus. Der Name bezieht sich auf “die armen Kinder Gottes”, wie die Leprosen im Mittelalter auch genannt wurden. Damals war die Lepra in Mitteleuropa weit verbreitet. In Kinderhaus wurden die leprakranken Bürger der Stadt Münster isoliert und von den Gesunden abgesondert. Hier erhielten sie Nahrung, aber auch geistliche Betreuung.

Neue Infotafel am Viehtor

Infotafel Viehtor zur Erläuterung der Bodenplatte

Am Viehtor konnte jetzt die Informationstafel mit den Erläuterungen zu unseren Bodenplatten aufgestellt werden.

Zudem begrüßt der letzte Viehhirte, dessen Tätigkeit das Tor seinen Namen verdankt, nun die Besucher der Stadt. Die Originalskulptur wurde im Jahr der 750-Jahr-Feier der Stadtrechte 1986 vom damaligen Verkehrs- und Verschönerungsverein Altstadt neben der Gustav-Adolf-Kirche errichtet.

Vestischer Kalender 2019 erschienen

Die 90. Ausgabe dieser beliebten Publikation mit Beiträgen aus Literatur, Geschichte, Biographischem, Leben und Arbeit im vestischen Raum mit einer ansprechenden Bebilderung ist im Buchhandel für 19,90 Euro erhältlich.

Vereinsmitglieder erhalten den Vestischen Kalender zum Sonderpreis von 14,- Euro ab sofort in der Geschäftsstelle!

Herausgeber: Rita Maria Schütz, Stephan Schütz, Schützdruck GmbH

ISSN: 0938-8745

WEITERE INFOS BEI Schütz-Druck

Heimatverein stellt bemerkenswertes Buch vor

Mit einer Buch-Präsentation in der Buchhandlung Winkelmann und beim traditionellen Abschlussabend mit Grünkohlessen im Paulushaus schloss der Verein Ende November ein ereignisreiches Jahr ab.

Seit vielen Jahren ist das Interesse an den Friedhofsführungen gewachsen. Jetzt wurde vom Verein ein Buch über die „Stätten des Friedens und der Menschlichkeitpubliziert. Auf 110 Seiten und mit über 200 Fotos stellen Georg Möllers und Jürgen Pohl die kommunalen, katholischen und den jüdischen Friedhof in Recklinghausen unter unterschiedlichen Perspektiven vor: als Ausdrucksformen persönlicher Trauer und des Wandels der gesellschaftlichen Anschauungen, in der Symbolik und den Beerdigungsritualen der drei monotheistischen Religionen, als Lesebücher der Stadt- und Weltgeschichte und unter ökologischen und künstlerischen Perspektiven.

Das Buch ist ab sofort im Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-938850-21-3

Foto: Medienhaus Bauer / Silvia Seimetz

Die Autoren Jürgen Pohl, Georg Möllers und Verleger Rolf Winkelmann (v.l.) stellen das Buch über die Recklinghäuser Friedhöfe vor.

zu den PUBLIKATIONEN

Erinnerung an Friedensnobelpreisträger

Briand und Stresemann geehrt

Der Volkstrauertag 2018 – 100 Jahr nach Ende des Ersten Weltkriegs – stand unter dem Zeichen der deutsch-französischen Aussöhnung. 2014 hatten die Stadtarchive der Partnerstädte Douai und Recklinghausen mit einer ausdrucksstarken Ausstellung des Ausbruchs dieses “Großen Krieges” gedacht, bei dem Douai drei Jahre von deutschen Truppen besetzt war. Nun war Bürgermeister Frederic Chereau mit einer Abordnung von Kriegsveteranen des Zweiten Weltkriegs einer Einladung von Bürgermeister Christoph Tesche nach Recklinghausen gefolgt. Der Teilnahme an der zentralen Gedenkfeier am Lohtor-Mahnmal mit der Predigt von Propst Jürgen Quante folgte der Besuch der Gedenkfeier am Stresemannplatz in Suderwich, wo in einer beeindruckenden Zeremonie eine Gedenktafel enthüllt wurde. Die Initiative dazu war vom Verein für Orts- und Heimatkunde und dem Verkehrsverein Suderwich-Essel ausgegangen: Am Mahnmal der Kriegsopfer sollte in deutscher und französischer Sprache an die Friedens- und Versöhnungsbemühungen der Außenminister Aristide Briand und Gustav Stresemann erinnert werden. Beide waren dafür 1926 mit dem Friedensnobelpreis geehrt worden. Ihr Engagement, an das die Gedenkplatte erinnert, ist ein bleibenden Mahnruf:

“FRIEDE – PAX – PAIX”!

Foto:  Stadt Recklinghausen

Die Bürgermeister Frederic Chereau (Douai) und Christoph Tesche enthüllen die Gedenktafel, die in deutscher und französicher Sprache an die Friedens- und Versöhnungsbemühungen der Außenminister Aristide Briand und Gustav Stresemann erinnert.

Beeindruckende Vorträge von Prof. Herfried Münkler

Bei zwei beeindruckenden Vorträgen über den „Dreißigjährigen Krieg“ fand Prof. Münkler ein interessiertes Publikum abends im Rathaus und von Schülerinnen und Schülern in der Aula des Petrinum. Der bekannte Politikwissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin und Autor des Buches „Der Dreissigjährige Krieg, Europäische Katastrophe, Deutsches Trauma 1618 -1648“ sprach vor voll besetzten Sälen über die Ursachen, die langfristigen Folgen und die Bedeutung dieses Krieges für unsere Zeit. Noch heute gilt „Dreißigjähriger Krieg“ als Metapher für die Schrecken des Krieges schlechthin, dauerte es doch Jahrzehnte, bis sich Deutschland von den Verwüstungen erholte. Dabei wurde aus einer symbolischen Protestaktion Adeliger gegen die Statthalter des Kaisers in Prag 1618 ein Flächenbrand, der erste im vollen Sinne „europäische Krieg“. Fesselnd erzählte Herfried Münkler von den Ursachen, den divergierenden Interessen und stellt sich der Frage, warum dieser Krieg solange dauerte. Sein Ergebnis: Es war die unheilvolle Mischung eines Verfassungskonflikts im Reich, Machtinteressen verschiedener Fürsten, Konfessionskrieg und Machtkampf europäischer Staaten, der Krieg immer wieder entfachte, wenn ein Konflikt einer Lösung nahe schien. Insofern erscheint er den Kriegen des 21. Jahrhunderts verwandt: Terrorismus, wie auch immer ideologisch begründet, Cyberwar, Drohnenstrategie, religiös begründeter Fanatismus, Kampf um Rohstoffe etc.. Die Veranstalter, VHS, Verein für Orts- und Heimatkunde waren hochzufrieden mit den Vorträgen.

Foto:  Jürgen Pohl

Am 15./16. Nov. 2018 referierte Herfried Münkler, deutscher Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Politische Theorie und Ideengeschichte, im Ratssaal bzw. in der Aula des Petrinum über den “Dreissigjährigen Krieg”.

Heinrich Bone - Pädagoge, Publizist, Petriner - ein Gelehrtenleben

Einer bemerkenswerten Biographie hat sich das Gymnasium Petrinum gestellt. Heinrich Bone, der 15. Abiturient (1831) und spätere Schulleiter, gehörte zu den besonders wirkungsvollen Gelehrten des 19. Jahrhunderts. Eine Ausstellung, die am 13. Oktober in der Gymnasialkirche eröffnet wurde, ist während „ Recklinghausen leuchtet“ zu sehen. Zeitgleich wurde eine lesenswerte Aufsatzsammlung vorgestellt. Die 17 Beiträge wurden vom Kollegium des Petrinum und Mitgliedern des Vereins für Orts- und Heimatkunde verfasst. Die Präsentation erfolgte vor einhundert Interessierten durch Michael Rembiak, Georg Möllers und Dr. Marco Zerwas. Vorgestellt wird der Petriner, der Autor bahnbrechender Lehrwerke für die Gymnasien, der Lyriker und der Redner. Einen weiteren Schwerpunkt bietet sein erfolgreiches Kirchenliedwerk „Cantate“, dessen Lieder bis heute in katholischen und evangelischen Liederbüchern vertreten sind.
Das Buch über Heinrich Bone ist zum Preis von 12,50 Euro im Buchhandel erhältlich.

Tagesfahrt nach Corvey - UNESCO Welterbe und zum Kopten-Kloster in Brenkhausen

Am Samstag, 6. Oktober brechen 50 Mitglieder und Interessierte zu einer Tagesexpedition nach Corvey und Brenkhausen auf.

Die ehemalige Benediktinerabtei Corvey ist am 21. Juni 2014 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet worden. Als Welterbestätte trägt Corvey den offiziellen Titel „Das Karolingische Westwerk und die Civitas Corvey“. Zwei exzellente Gästeführer spannen für uns einen eleganten Bogen über die Epochenpfeiler der Reichsabtei Corvey bis zum heutigen Wohnsitz der Herzöge von Ratibor.  Wir erleben 1200 Jahre Zeitgeschichte in Zeitraffer.