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Aktuelles2018-10-23T07:10:26+00:00

Heinrich Bone - Pädagoge, Publizist, Petriner - ein Gelehrtenleben

Einer bemerkenswerten Biographie hat sich das Gymnasium Petrinum gestellt. Heinrich Bone, der 15. Abiturient (1831) und spätere Schulleiter, gehörte zu den besonders wirkungsvollen Gelehrten des 19. Jahrhunderts. Eine Ausstellung, die am 13. Oktober in der Gymnasialkirche eröffnet wurde, ist während „ Recklinghausen leuchtet“ zu sehen. Zeitgleich wurde eine lesenswerte Aufsatzsammlung vorgestellt. Die 17 Beiträge wurden vom Kollegium des Petrinum und Mitgliedern des Vereins für Orts- und Heimatkunde verfasst. Die Präsentation erfolgte vor einhundert Interessierten durch Michael Rembiak, Georg Möllers und Dr. Marco Zerwas. Vorgestellt wird der Petriner, der Autor bahnbrechender Lehrwerke für die Gymnasien, der Lyriker und der Redner. Einen weiteren Schwerpunkt bietet sein erfolgreiches Kirchenliedwerk „Cantate“, dessen Lieder bis heute in katholischen und evangelischen Liederbüchern vertreten sind.
Das Buch über Heinrich Bone ist zum Preis von 12,50 Euro im Buchhandel erhältlich.

Tagesfahrt nach Corvey - UNESCO Welterbe und zum Kopten-Kloster in Brenkhausen

Am Samstag, 6. Oktober brechen 50 Mitglieder und Interessierte zu einer Tagesexpedition nach Corvey und Brenkhausen auf.

Die ehemalige Benediktinerabtei Corvey ist am 21. Juni 2014 von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet worden. Als Welterbestätte trägt Corvey den offiziellen Titel „Das Karolingische Westwerk und die Civitas Corvey“. Zwei exzellente Gästeführer spannen für uns einen eleganten Bogen über die Epochenpfeiler der Reichsabtei Corvey bis zum heutigen Wohnsitz der Herzöge von Ratibor.  Wir erleben 1200 Jahre Zeitgeschichte in Zeitraffer.

Foto: Schroer

Barocke Pracht auf karolingischen Fundamenten
Die Abteikirche St. Stephanus und Vitus Corvey

Foto: Schroer

Johanneschor, Blick auf die Kaiserlaube

Im Innern des Schlosses sind neben dem prächtigen Kaisersaal die historischen Prunk- und Wohnräume aus dem 18. und 19. Jahrhundert zu besichtigen. Die Fürstliche Bibliothek bewahrt in 15 Sälen, ausgestattet mit prachtvollen Bücherschränken des Spätklassizismus und des Biedermeier, ca. 75.000 Bände auf. Sie zählt zu den bedeutendsten noch existierenden Privatbibliotheken Deutschlands. Auf dem angrenzenden Friedhof befindet sich das Grab des Corveyer Bibliothekars und Dichters der Deutschen Nationalhymne, Hoffmann von Fallersleben.

Foto: Schroer

Ehemaliges Arbeitszimmer von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben im Kloster Corvey

Bischof Anba Damian heißt uns im Kopten-Kloster Brenkhausen herzlich willkommen.

Die Kopten sind die ursprünglichen Christen Ägyptens und führen ihre Gründung auf den Hl. Apostel und Evangelisten Markus ins 1. Jh. zurück. Seit 1993 gibt es eine koptische Gemeinde in Höxter-Brenkhausen, die das ehemalige Zisterzienserinnen- bzw. Benediktinerinnen-Kloster erworben hat und unter der Leitung von S.E. Bischof Anba Damian seitdem liebevoll und fachkundig nach den Standards der Denkmalbehörde saniert und renoviert.

Foto: Schroer

Alter Bau ganz neu - Rundgang durch das sanierte Rathaus

Foto: Stadt Recklinghausen

Gotisierendes Rippengewölbe

Foto: Stadt Recklinghausen

Sinnspruch am Treppenaufgang zum 2. Stock

Der Einladung zu einem Rundgang durch das alte, neue Rathaus sind viele Vereinsmitglieder und weitere Recklinghäuser Bürger gefolgt. Dem traditionsreichen Gebäude, mit großem Aufwand von Grund auf technisch erneuert und restauriert, sieht man die Auffrischung kaum an.

Während des Rundgangs spannte Georg Möllers den Bogen von den Anfängen des 1908 bezogenen Rathauses über die prachtvollen Details des Gebäudes bis hin zu den geschichtlichen Zusammenhängen.

Foto: M. Wehling

Stolz stellt der Sachgebietsleiter und Standesbeamte Martin Groll das neue „Trauzimmer“ mit der wirkungsvollen dekorativen Rathaus-Silhouette vor.

3. Süder Sofa - Geschichten rund ums Thema Kohle in Recklinghausen Süd

Im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung der Süder Werbe- und Interessengemeinschaft (SWIG) und der ISG Bochumer Straße mit dem Verein für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen nahmen die Beteiligten den Abschied vom Bergbau zum Anlass, das Thema „Kohleabbau im Ruhrgebiet“ in einem Podiumsgespräch rückblickend zu beleuchten. Moderator Stefan Prott führte Gespräche mit drei Experten, die das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln behandelten.

So unterhielt Kumpel Johann Beckmann das Publikum in seiner süffisianten Art mit Erfahrungsberichten, Erinnerungen und kuriosen Geschichten aus seiner langjährigen Praxis als König-Ludwig-Handwerker. Dabei konnte er auch auf die Aussagen und Berichte seiner Kumpel unter Tage zurückgreifen. Bei den Zuhörern löste das häufig ein Schmunzeln, Lachen und Staunen aus.

Susanne Abeck lenkte als Historikerin die Aufmerksamkeit der Besucher auf die Rolle der Frauen während der Bergbaugeschichte. Sie kam dabei zu dem Schluss, dass die Frauen das „ökonomische Rückrat“ dieser Erfolgsgeschichte bildeten. Dabei kam zum Ausdruck, wie schwer es die Frauen bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts hatten. „Kinder, Küche, Kohle; sie haben alles aufgefangen.“ Dabei zitierte sie aus gesammelten Geschichten von Menschen, die mit dem Bergbau zu tun hatten.

Mit Blick auf die Ruhrfestspielstadt beschäftigte sich Jürgen Pohl, zweiter Vorsitzender des Vereins für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen, mit den Anfängen des hiesigen Bergbaus und den Rahmenbedingungen und Folgen der rasanten Entwicklung seit 1870. Migration, städtebauliche Herausforderungen und der rasante Einwohnerzuwachs waren wichtige Aspekte der Nordwanderung des Bergbaus nach Recklinghausen. Mit Erstaunen vernahmen viele Zuhörer im Publikum: „In nur einer Generation hat sich die Recklinghäuser Bevölkerung versechsfacht. Das ist weltgeschichtlich einmalig.“

Foto:  M. Wehling

v. l. Moderator Stefan Prott sprach auf dem roten Süder Sofa mit Susanne Abeck, Johann Beckmann und Jürgen Pohl. Begleitet wurde der Abend von der Süder Sängerin Nina Hahn.

Neue Infotafel auf dem evangelischen Friedhof an der Halterner Straße
erweitert das Geschichtsbuch der Stadt

Der alte evangelische Friedhof an der Halterner Straße, 1903 eingeweiht, ist heute eine grüne Oase und Ruhepol für die Bürger der Stadt. Mehrere Gräberfelder dokumentieren die Kriegsereignisse und machen das Areal zu einem spannenden Spiegel der Stadtgeschichte.

Mit einer neuen und aussagekräftigen Informationstafel am alten „Pfarrhäuschen“ am Eingang haben der Verein für Orts- und Heimatkunde, die Volkshochschule und das Institut für Kirchliche Zeitgeschichte des evangelischen Kirchenkreises das „Geschichtsbuch der Stadt“ jetzt im Rahmen des Projektes „DENK-Mal“ bereichert. Der Verein für Orts-  und Heimatkunde bietet regelmäßig Friedhofsbegehungen an. Die Ankündigungen und Termine können der örtlichen Presse entnommen werden.

Medienhaus-Bauer / Foto:  KLEINE

v. l. Theo Kemper, Jürgen Pohl und Georg Möllers vom Verein für Orts- und Heimatkunde sowie Dr. Albrecht Geck (2. v. l.) vom Institut für kirchliche Zeitgeschichte im ev. Kirchenkreis stellen die neue Infotafel vor.

Vier zusätzliche Stolpersteine in Recklinghausen verlegt

Auf der Grundlage eines Ratsbeschlusses der Stadt Recklinghausen zur Gedenkkultur und in Verbindung mit unserem „Online-Gedenkbuch“, einem der wichtigsten Projekte des Vereins für Orts- und Heimatkunde, werden jährlich Opferbiographien ausgewählt. Im Stadtgebiet werden möglichst am Wohnort der Opfer „Stolpersteine“ verlegt, die mit Namen und Lebensdaten an das Schicksal der Opfer erinnern.

Am 14. September 2018 hat die diesjährige Verlegung von vier „Stolpersteinen“ unter der Beteiligung von SchülerInnen des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs und der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, Betroffenen, Vertretern der jüdischen Gemeinde und Vertretern des Rates der Stadt Recklinghausen stattgefunden.

c: medienhaus-bauer.de / Foto: BALINT

Verlegung der Stolpersteine vor dem Seniorenzentrum Grullbad

Vor dem Seniorenzentrum Grullbad an der Hochstraße wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde an die letzten drei jüdischen Menschen erinnert, die aus Recklinghausen deportiert wurden. Eva Pander und Helene und Elfriede Sternberg waren bei der Deportation im Januar 1942 in das städtische Haus verbracht und dort isoliert worden. Nur die Vorsehungsschwestern, die damals im Auftrag der Stadt die Einrichtung leiteten, hatten Kontakt zu ihnen, bis sie im Juli 1942 in das KZ Theresienstadt verschleppt wurden.

Foto: KUHLKE

Am Gertrudisplatz wurde ein Stein zur Erinnerung an Maria Elisabeth Cohaupt, ein Opfer der sogenannten „Euthanasieaktion“, verlegt. Ihrer Ermordung in Weilmünster im März 1944 gingen Verlegungen in mehrere Einrichtungen voraus, die den Angehörigen den Kontakt zu diesen Patientinnen erschwerten, ehe sie von ihrem Tod erfuhren.

Die Biographien sind im Gedenkbuch „Opfer und Stätten der Herrschaft, Verfolgung und des Widerstandes“ nachzulesen:  www.recklinghausen.de/gedenkbuch

Beteiligung am Hansetag 2018 in Haselünne

Beim Westfälischen Hansetag in Haselünne am 08./09.09.2018 war Recklinghausen wieder mit einem großen Stand und dem Imkerehepaar Keinhörster vertreten. In vielen interessanten Gesprächen mit Besuchern kam neben Aspekten der Stadtgeschichte die Präsentation der Stadt Recklinghausen mit ihrer attraktiven Altstadt nicht zu kurz.

Repräsentanten am Stand der Recklinghäuser beim Hansetag 2018 in Haselünne:

v. l. Katrin Kiesel (Stadtmarketing), Georg Möllers (Verein für Orts- und Heimatkunde VOH), Jens Keinhörster (Imker), Michael Wehling (VOH), Georg  Gabriel (Leiter Stadtmarketing), Jürgen Pohl (VOH), sitzend Zarah Keinhörster

Neuer Stadtplan erschienen

Ein neuer Stadtplan mit einem besonderen Layout ist erschienen.  Erstmalig in einem praktischen Umschlag werden das Straßenverzeichnis und weitere Informationen über Recklinghausen und seine Geschichte separat in einem Begleitheft veröffentlicht. Das Werk entstand in Kooperation der Geoinformatiker der Stadt mit dem Verein für Orts- und Heimatkunde und dem Stadtarchiv.

Ein besonderer „Hingucker“ ist auch die Rückseite des farbigen Kartenwerks ist eine Auswahl von Bildern und Texten zur 1000-jährigen Recklinghäuser Stadtgeschichte. So gibt es unter anderem Kurztexte zur Kaiserurkunde von 1017, zur  Stadtmauer (1344), zur Belagerung von 1584, zu St. Peter und zur Gastkirche. Darüber hinaus sind das Stadtwappen, die Erweiterung Recklinghausens um neue Stadtteile, die Ruhrfestspiele und „Recklinghausen leuchtet“ Themen.

Der Stadtplan im Maßstab 1:15.000 ist ab sofort im Bürgerbüro im Stadthaus A und in der Abteilung Vermessung im Technischen Rathaus, Westring 51, Raum 413 (montags von 8 bis 13 Uhr sowie donnerstags von 8 bis 18 Uhr). Der Preis beträgt  fünf Euro. Unter www.recklinghausen.de ist eine Vorschau abrufbar.

Pressefoto Stadtplan

Foto: Stellten den neuen Stadtplan vor (v.l.n.r.): Stadtarchivar Dr. Matthias Kordes, Georg Möllers (Verein für Orts- und Heimatkunde), Frank Petri  (Abt. Geoinformationssysteme, Rudolf Terschek (Fachbereichsleiter Ingenieurswesen) und Jürgen Pohl (Verein).

Brüderlichkeit 2018

Die bundesweite Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit fand in diesem Jahr in Recklinghausen statt. Die zentralen Veranstaltungen in Synagoge, Christuskirche, St. Peter und Ruhrfestspielhaus wurden und werden in diesem Jahr mit zahlreichen Vorträgen, Ausstellungen, Konzerten begleitet.

Der Verein für Orts- und Heimatkunde führte am 10. März die auswärtigen Besucher auf einer Stadterkundung auf die „Spuren der Jüdischen Gemeinde“. Die Führung durch Georg Möllers und die anschließende Präsentation des Online-Gedenkbuchs durch Jürgen Pohl stießen auf großes Interesse. Auch Maria Jepsen, 1992-2010 evangelisch-lutherische Landesbischöfin in Hamburg, zeigte sich positiv überrascht über die Intensität der Recklinghäuser Gedenkkultur.

Wegen des großen Interesses wird die Stadterkundung im 2. Halbjahr wiederholt. Vermutlich am 9. November 2018.

Am 17. Mai um 16 Uhr beginnt am Haupteingang des Nordfriedhofs in Kooperation mit der VHS eine Führung zum Thema „Krieg und Frieden“ auf dem Friedhofsgelände.

Brüderlichkeit 2018

Foto: Vor dem Haus der Familie Markus, Steinstraße (Foto: U. Hempel)

„Stadtführer“ für Recklinghausen

Wer einen Überblick über die Stadt mit ihren interessanten Ortsteilen sucht, kann zu einer Neuerscheinung auf dem Recklinghäuser Büchermarkt greifen:

Das 100 Seiten umfassende, mit Farbfotos aufgelockerte Buch spiegelt selbst ein Stück Stadtgeschichte wider. 1986, als Recklinghausen die 750-Jahr-Feier der Stadtrechte feierte, veröffentlichte Kurt Siekmann den „Kleinen Stadtführer“. Nun haben Georg Möllers und Jürgen Pohl, Vorsitzende des Vereins für Orts- und Heimatkunde mit dem Winkelmann-Verlag den „publizistischen Stab“ angenommen und mit einer neuen Publikation im Jahr der 1000-Jahr-Feier der Ersterwähnung von Ricoldinchuson weitergetragen. Beibehalten wurde das praktische Pocket-Format.

Georg Möllers/Jürgen Pohl/Kurt Siekmann, Stadtführer, Recklinghausen 2017, Rudolf Winkelmann-Verlag, ISBN 978-3-938850-18-3

Buchpräsentation Stadtführer

Foto: Buchpräsentation mit Drucker Klaus Schütz, Jürgen Pohl, Georg Möllers, Verleger Rudolf Winkelmann  (Foto: Medienhaus Bauer)

Vestischer Kalender 2018 erschienen

Ein absolutes MUSS für die Leserinnen im Vest Recklinghausen: Die neuste Ausgabe –der 89. Jahrgang seit 1923 – bietet wieder eine bunte Vielfalt aus Kultur, Geschichte, Natur, Lyrik aus der Region. Die Vielfalt der Beiträge aus den Städten des Vestes Recklinghausen, die Qualität der Autorinnen und Autoren und eine ansprechende Vielfalt an Fotos versprechen ein uneingeschränktes Lesevergnügen.

Weitere Infos bei Schütz Druck

Recklinghäuser Stadttore: Ein neues Projekt

Ein neuer Willkommensgruß soll auf die historischen Eingangsbereiche in die Innenstadt aufmerksam machen. Fünf Tore besaß die mittelalterliche Stadt in ihrer etwa 1,8 km langen Befestigungsanlage. Sie boten Schutz und sie luden ein zum Besuch der Stadt. Nun sollen sie beim Betreten der Recklinghäuser Altstadt wieder erkennbar sein – jeweils ausgestaltet mit graphischen Gestaltungen zur Stadtgeschichte. Zum Abschluss der 1000-Jahr-Feier der Ersterwähnung konnten fünf Bodenplatten am Viehtor eingeweiht werden.

Eröffnung der VIEHTOR-Bodenplatten

Foto: Eröffnung der VIEHTOR-Bodenplatten durch Bürgermeister Christoph Tesche, die Vereinsvorsitzenden Jürgen Pohl und Georg Möllers, Olaf Meyer (Sparkassen-Stiftung), Tom Nassal (crosscreative) und die Ausschuss-Vorsitzenden Udo Schmidt und Johannes Quinkenstein
(FOTO: Medienhaus Bauer, Kleine)

Projekt Stadttore