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Das Scheitern der Weimarer Republik ist ein politisches Lehrstück in deutscher Geschichte. Der Aufstieg des Nationalsozialismus zu Beginn der 1930er Jahre geht einher mit einer Erosion der demokratischen Verfassung. Jetzt regiert der greise Reichspräsident eigenmächtig mit Notverordnungen. Und er ist es, der Anfang Juni 1932 einen bis dahin kaum bekannten Mann zum Kanzler des Deutschen Reiches beruft: Den westfälischen Landadeligen Franz von Papen. Papen ist es, der in den chaotischen sechs Monaten seiner Kanzlerschaft die Nationalsozialisten umwirbt und salonfähig macht. Nach einem kurzen Interregnum wird Hitler am 30. Januar 1933 mit der Regierungsbildung betraut. Papen gilt bis heute als derjenige, der Hitler die Steigbügel gehalten hat und die Weichen stellte auf dem Weg in die Diktatur. Dem „Führer“ diente er bis zum bitteren Ende. Später bemühte er sich vergeblich um eine Rehabilitierung. 1969 ist er hochbetagt und uneinsichtig gestorben. Der Vortrag lässt das Leben dieses Mannes Revue passieren. Er beleuchtet die Ziele seines Denkens und Handelns. Eine psychologische Charakterstudie, die heute vielleicht aktueller ist denn je.

 

Vortrag von Dr. Volker Jakob

Termin:     20.11.2019, 19:00 Uhr

Ort:           Institut für Stadtgeschichte